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Teulada-Moraira
Den "heftigen Anstieg der Gehälter" und Aufwandsentschädigungen des neuen Magistrats von Teulada hat die neue Oppositionspartei PP laut spanischer Presse beklagt. Das Volumen der Politiker-Gehälter steige um mehr als zehn Prozent auf über 28.000 Euro. Der Magistrat genehmige sich eine Entschädigung von fast 600 Euro pro Woche, "für eine Stunde, die diese Sitzung dauert", eine Steigerung von mehr als einem Drittel. In der 42.000-Einwohner-Kreisstadt Dénia betrage diese Entschädigung 250 Euro.
Das Gehalt der neuen Bürgermeisterin, Rosa Vila (Compromís), sei um 4.250 Euro pro Jahr angehoben worden, ein klarer Bruch mit dem Wahlversprechen der Koalitionsparteien, die Politikergehälter zu beschneiden.

Anmerkung der Redaktion:
Die neue Ortsregierung von Teulada Moraira hat diese Angaben der Opposition zumindest in den ersten drei Tagen nach ihrer Veröffentlichung nicht dementiert. Der schon viele Monate dauernde Dornröschenschlaf im Presseamt der Stadt geht weiter.
Eine Senkung der eigenen Gehälter und/oder Aufwandsentschädigungen zu Beginn einer neuen Etappe ist als politisches Zeichen nachvollziehbar, eine Anhebung quasi als erste Amtshandlung ist mindestens mal billige Munition für die Opposition und für diejenigen Populisten, die Politik grundsätzlich als anrüchiges Geschäft zugunsten des eigenen Geldbeutels begreifen. Zumal, wenn man mit der Forderung nach Senkung der Politiker-Gehälter in den Wahlkampf gegangen ist. Egal, ob gewisse Anhebungen um 10 % nach eventuell langjährigem Stillstand nicht mehr bedeuten, als einen Ausgleich der Inflation - wer eine Senkung gefordert hat, darf nicht mit einer Anhebung beginnen - riecht, wenn nicht noch eine überraschende und überzeugende Erklärung nachgeliefert wird, nach politischem Fehlstart in Teulada Moraira.
Carl-Georg Boge, Herausgeber WOCHENPOST und costa-info.de

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Die neue Koalitionsregierung von Teulada Moraira hat die Kompetenzen aufgeteilt: Die Bürgermeisterpartei Compromís übernimmt die Bereiche Städtebau und Transparenz (Vicente Ferrando), die PSOE Infrastruktur und Bauwesen sowie die städtische Dienstleistungsfirma "Teumo" (Héctor Morales) und Ciudadanos-Stadtrat Adrián Ruiz ist zuständig für Tourismus, Handel, Beschäftigung und Sport. Er und seine für Dienstleistungen, Trinkwasser und Sicherheit zuständige Parteifreundin María Josefa Vidal dürften in absehbarer Zeit nicht mehr zu Ciudadanos gehören, weil diese Partei wegen ihrer Koalition gegen Cs-Partner PP ihren Ausschluss eingeleitet hat.
Für Integration wird der Sozialist Alejandro Llobell zuständig sein, für Kommunikation Aitor Llobell (Compromís).
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Samstag, 15. Juni, 15.10 Uhr:
Die Konservative Volkspartei hat nach dreieinhalb Jahrzehnten am heutigen Samstag, 15. Juni 2019, das Bürgermeisteramt von Teulada verloren: Die beiden Abgeordneten der Partei Ciudadanos (die diese Abweichung von der Parteilinie mit dem Ausschluss bezahlen dürften) stimmten für die Compromís-Abgeordnete Rosa Vila, ebenso wie die Sozialistische Partei, weshalb Teulada erstmals in seiner Geschichte eine Bürgermeisterin erhalten hat.
Die PP ging mit 7 Mandaten als stärkste Partei aus den Wahlen hervor, auf Rang 7 firmiert die Deutsche Susana Katzgrau, weiter hinten auf der PP-Liste Ex-Bürgermeister José Ciscar (gewann die Wahlen von 1999, 2003 und 2007), Abgeordneter im Landtag und Vorsitzender der Partei in der Provinz Alicante.
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Im Bereich des Möglichen sieht die spanische Internet-Regionalzeitung "Marina Plaza" statt des von den Madrider und Valencianer Parteileitungen vorgegebenen Bürgermeisterpaktes PP/Ciudadanos zu Gunsten der "populares" um Raúl Llobell, der stärksten Partei in Teulada Moraira, die Unterstützung der valencianistische Kandidatin Rosa Vila (Compromís) durch die Stadträte von Ciudadanos. Das würde zwar deren sofortigen Ausschluss aus "Ciudadanos" bedeuten, aber nach 40 Jahren erstmals der PP das Bürgermeisteramt in der Gemeinde vorenthalten, zugunsten eines Dreierbündnisses von Compromís, PSOE und Cs.
Die Cs-Ortsvereine in Spanien haben die Priorität von Madrid erhalten, mit der PP zu paktieren, vor allem aber auf keinen Fall mit nationalistischen Parteien wie Compromís. Davon jedoch, so die Zeitung, sei Cs-Chef Adrián Ruiz nicht hundertprozentig überzeugt.
Auch in Teulada Moraira wird es, so wie in Benissa, am Samstag, 15. Juni 2019, eine bis zum Schluss spannende Stadtratssitzung geben.
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Für 30 Städte in der Comunitat Valenciana haben nach Berichten in der spanischen Presse die Parteien Partido Popular und Ciudadanos sich auf Pakte geeinigt, darunter Teulada und Calpe. In beiden reicht es der PP mit den jeweils 2 Ciudadanos-Stimmen zur Beibehaltung des Bürgermeisteramtes, auch wenn die Chefsessel in den beiden Rathäusern neu besetzt werden: mit Raul Llobell (bisher Carlos Linares) in Teulada und mit Ana Sala (bisher: César Sánchez) in Calpe.
Das Global-Bündnis, das nun jeweils vor Ort konkretisiert werden muss, handelten die valencianische PP-Chefin Isabel Bonig und C-Sprecher im Landtag Toni Cantó aus. Von den 30 potentiellen Pakt-Städte von PP und Ciudadanos entfällt das Bürgermeisteramt in fünf auf Ciudadanos, dort, wo diese mehr Sitze erreicht hatten als die PP. Die neuen Bürgermeister sollen am 15. Juni gewählt werden.
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Um das Einstellungsexamen für eine/n Umwelt-Inspektor/in im Rathaus von Teulada Moraira ist öffentlicher Streit entstanden und hat Bürgermeister Carlos Linares (PP) eine Untersuchung angeordnet, so die Zeitung "Información". Der Personalchef der Stadt hatte sich -öffentlich- über die Bestnote der Tochter eines Stadtangestellten im Umweltexamen, "ohne Kenntnisse im Umweltbereich" gewundert: "Da sind offenbar Examensthemen durchgesickert". Die Kandidatin verwahrt sich gegen den Verdacht: Es sei um städtische Regelungen gegangen, die jeder studieren kann. "Darf ich etwa als Angehörige eines Stadtbeamten mich nicht mehr um einen Job im Rathaus bewerben? Nicht nur viele Stunden des Lernens, sondern auch meine Ehre ist in Zweifel gezogen worden."
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Dem Kreis-Behindertenzentrum von La Xara kommen die Erlöse eines Konzerts mit vier Chören der Region zu Gute, das Ende Mai der Rotary Club Dénia im Auditorium von Teulada organisierte. Das zur Hälfte gefüllte Auditorium erfreute sich -nach einer eher nervigen Einleitung einer ziemlich überflüssigen Showmaster-Firma- an den starken Darbietungen der Chöre aus Teulada (Mestre Berenguer), Jávea (Konservatorium plus Ars Nova), Dénia (Tenor Cortís und Cadenza), Benissa (Coral Benissenca) und Ràfol d´Almunia (Rectoría).

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Mit allen Parteien im neuen Stadtparlament von Teulada Moraira hat Wahlsieger und PP-Bürgermeisterkandidat Raúl Llobell (von vorher 9 auf jetzt 7 von 17 Mandaten) in der Woche nach den Kommunalwahlen bereits gesprochen, bei denen die Konservativen 350 Stimmen, 10 %, 2 Sitze und damit die absolute Mehrheit verloren. Aber, so die neue deutsche Stadträtin Susana Katzgrau: "In allen Wahlbezirken Teulada, Stadtzentrum Moraira und Urbanisationen hat die PP die meisten Stimmen erhalten. Eindeutige Mehrheit erhielten wir im Wahlbezirk Urbanisationen."
Die Partei mit den grössten Zuwächsen (Verzweieinhalbfachung der Stimmen auf 900 und der Prozente auf 25; 4 Mandate), die valencianistische Compromís, weist auf die Chancen für ein Viererbündnis mit PSOE (3), Ciudadanos (2) und RED (1) hin: erste Ortsregierung seit 30 Jahren ohne PP, unter einer ersten Bürgermeisterin, Rosa Villa (Compromís), gestützt von fast doppelt so vielen Wählern wie die PP.












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Den ersten Machtverlust überhaupt befürchtete die Partido Popular von Teulada Moraira, die erst spät einen Ersatz für den vor wenigen Monaten als Spitzenkandidat zurückgetretenen Bürgermeister Carlos Linares fand. Mit der verschlafenen Kommunikationspolitik seiner Partei und ausgerechnet in der entscheidenden Phase zunehmend auch des Rathauses räumte jedoch auch Raúl Llobell (Foto, links) nicht auf, zu viele Baustellen blieben nach Wahrnehmung der Wähler unbearbeitet und unbeantwortet: Blaue Parkzone, Parkplatz Portet, Freibad.
Aber mit der Wahl vom 26. Mai 2019 bleibt es offenbar beim Verlust der absoluten Mehrheit, in Zusammenarbeit mit Ciudadanos (2 Sitze) würde es für den Machterhalt der PP reichen. Für die deutsche Unternehmerin Susana Katzgrau auf Platz 7 der PP-Liste hat es ebenfalls noch so eben für den Stadtrat gereicht, obwohl ihre Mobilisierung bei den Ausländern offenbar nicht besonders erfolgreich war: Die wegen des hohen Ausländeranteils gegenüber anderen Kommunen der Region immer schon relativ hohe Wahl-Abstinenz stieg bei den Kommunalwahlen 2019 in Teulada noch einmal an, auf über 55 %.
Als Alternative auf der Linken schälte sich bei diesen Wahlen Compromís heraus: Die Valencianistas verzweieinhalbfachten ihre Wählerzahl auf 900 und ihre Prozente auf 25 und stellen künftig mit 4 Stadträten (vorher: 1) die zweitstärkste Fraktion. Die PSOE mit Héctor Morales und der britischen Tierschützerin Grace Boas, die es als Nr. 4 der PSOE-Liste wohl nicht ins Gemeindeparlament schafft, machte gegen den PSOE-freundlichen allgemeinen Trend keine Fortschritte und blieb bei 3 Sitzen.
Das Kommunalwahl-Ergebnis von Teulada Moraira im Mai 2019:
PP: 1.298 (36.88% = 7 Sitze)
COMPROMIS: 893 (25.37% = 4)
PSOE: 607 (17.24% = 3)
Cs: 405 (11.51% = 2)
RED: 290 (8.24% = 1)
Votantes: 3.564 / Abstención: 55.47% / Blancos: 27 / Nulos: 44
* * *
Wahlergebnis Teulada Moraira 2015:
PP: 1.634 (46.49% = 9)
MOVIMIENTO RED: 851 (24.21% = 4)
PSOE: 624 (17.75% = 3)
COMPROMÍS: 354 (10.07% = 1)
Votantes: 3.569 / Abstención: 54.41% / Blancos: 52 / Nulos: 54

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