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LESERFORUM: Hier schreiben die "Leser"
An "Unbekannt", Els Poblets: "Haben Sie in 7 Jahren nie Zeitung gelesen?"
Els Poblets, 2. November 2008
Hallo Herr/Frau Unbekannt,
beim Lesen Ihres Briefes könnte man auf die Idee kommen, dass Sie entweder im Rathaus von Els Poblets angestellt, oder mit einem der Angestellten liiert sind. Kennen Sie den Spruch: „Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe?“ Man könnte auch feststellen, dass Sie in den 7 Jahren, in denen Sie hier wohnen, nie eine Zeitung, gleich welcher Sprache, gelesen haben. Auch müssen sie nie Radio gehört, oder ins Fernsehen geschaut haben. Nur so können wir uns Ihren von „Lob hudelnden“ Brief über das „Paradies Els Poblets“, erklären. Können sie ein Beispiel benennen, wo der jetzige Bürgermeister „vor“ seinen Bürgern stand? Anscheinend haben Sie den Satz nicht verstanden. Er stand schon „vor“ seinen Bürgern, aber meistens nur bei von den Ausländern organi-sierten Fiestas.
Waren sie anwesend, als Herr Ivars Mut bei seinem 1. Informationsgespräch im Februar 2003, als er Bürgermeister werden wollte, auf alle Fragen, die gestellt wurden, mit gesenktem Haupt zum Teil ausweichende Antworten gab, oder sagte, „Wenn er Bürgermeister ist, werde er sich der Sache annehmen. Siehe beiliegende Presseveröffentlichung in der CBZ vom 04.02.2003. Übrigens: Er kann bis heute noch nicht den Menschen, mit denen er spricht, in die Augen schauen. In der 1. Legislaturperiode hat er schon einiges bewegt und geändert. Sowohl zum Guten als auch zum Nachteil der Bevölkerung. Zu Beginn der 2. Legislaturperiode hat er zu allererst sein Gehalt verdoppelt. Das war seine erste Amtshandlung. Nein, wir wollen keine Neiddebatte anfangen. „Jede Arbeit ist ihres Lohnes wert“. Nur, wenn kein Geld mehr in der Kasse ist, fängt ein demokratischer Bürgermeister mal zuerst bei sich an zu sparen.
Wir finden es jedoch eine Unverschämtheit (das sind Ihre Worte) uns als Lügner zu bezeichnen. Packen Sie sich an die eigene Nase und überlegen Sie, bevor Sie von Verleumdung sprechen. Wir können alle unsere Behauptungen beweisen. Wir haben jedoch den Mut, den Sie nicht haben, mit vollem Namen die Dinge beim Namen zu nennen. Wenn man die schlechten Erfahrungen, die man hier gemacht hat, nicht veröffentlichen würde, würde sich hier überhaupt nichts ändern.
Wer ein reines Gewissen hat und für seine Taten die Verantwortung übernimmt, braucht auch die Öffentlichkeit nicht zu scheuen.
Und wenn Sie sich aufgrund der Leserbriefe schämen „ein Deutscher„ zu sein, dann sind sie entweder ein „Duckmäuser“ ohne eigene Meinung oder ein „Ignorant“. Auch haben sie keine Ahnung von Demokratie und das „Recht auf freie Meinungsäußerung“. Lassen sie sich von „Ihrem“ deutschen Stadtrat den Begriff Demokratie erklären.
Herr Boge mahnt nicht unsere Leserbriefe im Allgemeinen an, sondern, dass wir nicht in vollem Umfang unser Wissen (mehr „rigor“ und „Stringenz“) „den Lesern ein klein wenig genauer geschildert haben“. Aber dann müsste er, wie Sie selbst geschrieben haben, „Ihre Zeitung (die Wochenpost) doppelt so „dick“ sein. An uns soll es nicht liegen. Die Geschichten von vor 20 Jahren müssen wieder ausgegraben werden, weil Menschen „vergesslich“ sind. Wie Sie sagten – vor 20 Jahren waren Sie noch nicht hier. Die Rückzahlung der zuviel bezahlten Müllgebühren, die Hr. Ivars Mut noch im Juli 2008 zusicherte, hat er auch schon wieder vergessen.
Es muss Ihnen sehr viel Spaß bereitet haben, sich hier nieder zu lassen, weil in der gleichen Zeit einer Schweizer Familie die Hälfte ihres recht großen Grundstücks in der Ptda. Gironets, enteignet wurde. Der Grund der Enteignung war die Gesetzgebung der PP-Regierung in Valencia, die das mittels des so genannten LRAU-Gesetzes durchgesetzt hat. Was sie sicher auch nicht wissen ist, dass die Provinzregierung bereits 2 x vom Europäischen Gerichtshof verurteilt worden ist und das 3. Verfahren schon eingeleitet wurde. Die Leute haben nicht nur die Hälfte ihres Grundstücks verloren, sondern es wurden dort zwei Villen erbaut, damit Ihre freundliche Gemeinde noch mehr Geld verdienen konnte. Nach Abschluss des Enteignungsverfahrens erhielten sie eine Rechnung in Höhe von ca. 80.000 Euro für die Erschließungskosten von 4 Straßen, mit denen man das Restgrundstück umzingelt hatte. Das Endresultat war im deutschen und spanischen Fernsehen zur besten Sendezeit zu sehen. Auch der Besuch von 2 Abgeordneten des Europaparlaments konnte das Desaster für die Familie nicht abwenden. Und so wie es dieser Familie erging, erging es Küste rauf und Küste runter sehr vielen anderen Familien.
Als Anlage füge ich bei:
* Veröffentlichung 10. Mai 1994, Wochenpost: „Bauprozess Els Poblets: Lauter Freisprüche
* „Denn er wusste nicht, was er tat“ Leserbrief „Im Pinocchio-Land“: Canfali/Marina Alta vom 28.06.2003 von Josep Andres Caselles, ehemaliger Bürgermeister von Els Poblets und bei der Veröffentlichung seines Briefes Stadtrat in Els Poblets – nebst deutscher Übersetzung
* Leserbrief:“Von einem Bewohner im Pinocchio-Land“. Canfali/Marina Alta vom 12.07.2003 von Pasqual S. Femenia mit deutscher Übersetzung.
* Pressemitteilung in der CBN vom, 13.02.98 „Sondertarif für Schwimmbäder“ mit dem Beweis, dass das Rathaus damals für die Wasserzähler 133.400 Pts. verlangte.
Wenn sie den Mut haben und Ihre Idendität lüften und Sie Interesse daran haben, sind wir gerne bereit, Ihnen weitere Details und Beweise vorzulegen.

Helga und Norbert Grass, Els Poblets

















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