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Wie Immobilienmakler ihre eigenen Chancen verspielen!
Iwan Wassiljew Rainov, am 08.10.2011 um 02:20 Uhr
Wie Immobilienmakler ihre eigenen Chancen verspielen! ODER, hier muss man schon „Bohnen“ besitzen, bevor ein Makler in Bewegung kommt!!

So kann es solventen Kunden mit Immobilien-Maklern an der Costa Blanca ergehen!!

Mein Name ist Iwan Wassiljew Rainov. Seit einigen Jahren kommen wir schon an die Costa Blanca. Für uns ist die Gegend rund um Denia, Calpe, Moraira, genau die Ecke, die wir uns für unser neues Domizil ausgesucht haben.

Zu diesem Zweck wendeten wir uns an ein schwäbisches Immobilienunternehmen in Els Poblets / Denia. Auf der Internetpräsenz dieses Maklers steht gleich zu Anfang mit großen fetten Buchstaben u.a. zu lesen,

Zitat:

Unser Büro wurde vor über 30 Jahren gegründet und ist darauf spezialisiert Immobilien in Spanien an der schönen Costa Blanca zu vertreiben. Mit über 400 attraktiven Immobilien an der Costa Blanca sind wir eines der führenden Immobilienbüros im Raum Denia, Oliva, Javea, Moraira, Pego. Wir lassen Ihren Traum Wirklichkeit werden… Bei uns erwarten
Sie nicht nur traumhafte Immobilien sondern auch ein umfangreiches Dienstleistungsangebot
welches auf Ihre ganz individuellen Wünsche ausgerichtet ist. Ein kompetentes und
hochmotiviertes Team steht Ihnen in 5 Sprachen bei Ihrer Suche nach einer geeigneten
Immobilie zur Seite. Wir würden auch Sie gerne bei der Suche nach Ihrer Traumimmobilie
an der Costa Blanca begleiten. Zitat ende!

Da ich es gewohnt bin, mich gleich an den Chef bzw. den Betreiber eines Unternehmens zu wenden, richtete ich meine erste Mail direkt an Frau S. die Gattin des Maklers. Ich teilte Ihr unter anderem mit, dass wir den Ankauf mehrerer Immobilien beabsichtigten. Es handelt sich dabei u.a. um ein Haupthaus mit ca. 3.000 qm Grundstück, sowie mehreren freistehenden Villen, die vermietet werden sollen.

Frau S. signalisierte mir Ihre Mitarbeit. Schließlich ging es ja um eine sehr hohe Investition, wie Frau S. treffend bemerkte.

Schon in der Anfangsfase versagte Firma S. Auf meine E-Mails kamen von Anfang an immer nur Entschuldigungen. Einmal war der PC schuld daran, dass Sie sich nicht bei mir gemeldet hatten. Das nächste Mal war angeblich meine Mail nicht bei Ihr angekommen. Zitat:“ Wir sind hier in Spanien, da verschwindet schon mal das ein oder andere“!! Zitat Ende. Ich frage Sie: „Was hat die geografische Lage mit den Geschäftspraktiken eines Unternehmens zu tun“?? Alles nur billige Ausreden.

Jedesmal war etwas anderes.

So schrieb ich dann auch eine Mail an Frau S. und beschwerte mich über diese Behandlung.

Frau S. musste scheinbar wieder mal „verhindert“ gewesen sein, warum sonst hatte Sie die Angelegenheit plötzlich delegiert und sich nicht wieder zum xten Mal, für Ihre sehr schlechte Kommunikation bei mir entschuldigt! Sonderbare Methoden werden hier bei Makler S. praktiziert.

Nach ein paar Tagen meldete sich ein Mitarbeiter per Mail bei mir, die ersten Worte seiner Mail begangen (sicher ahnen Sie es mittlerweile) auch wieder mit einer Entschuldigung.

Der „freundliche“ Herr W. mailte mir einige Objekte zu. Ein Objekt gefiel uns ganz gut. Wir wollten es bei unserem Besuch in Denia besichtigen. Doch dann gab es schon wieder Missverständnisse seitens Immobilienmakler S. Der „freundliche“ Herr W. (seines Zeichens Kundenberater) der von Frau S. auf mich angesetzt war, beschuldigte mich in einer Mail (mit scharfem Ton), ich hätte mich über Ihn beschwert. Dabei handelte es sich bei meiner Mail, um die Beschwerde-Mail, die ich allerdings schon vor der ersten Kontaktaufnahme durch Herrn W. mit uns, an Frau S. gemailt hatte.

Er hatte meine Mail (intern) aber erst viel späterer erhalten und war jetzt der Meinung, ich würde ihm in den Rücken fallen. Auf jeden Fall versuchte ich diesem „freundlichen“ Mitarbeiter wiederum per Mail die Sachlage zu erklären. Leider habe ich bis dato weder weitere Angebote noch eine Entschuldigung dieses „freundlichen“ Mitarbeiters Herrn W. erhalten. Ich finde dieses Verhalten sehr deplatziert. Zuerst wird man von irgendetwas beschuldigt und dann hat man(n) kein Rückgrat, um sich dafür zu entschuldigen.

Zu meiner Verwunderung bekam ich daraufhin eine Mail eines mir vollkommen unbekannten Immobiliemaklers aus Denia. Dieser handelte angeblich im Auftrag der Firma S. Immobilien und sollte mir weitere Objekte vorstellen.

Es verärgerte mich schon sehr, zum ersten, wurde ich innerhalb der Firma S. von einem zum anderen durch verwiesen und wenn man dann angeblich unangenehm wird, handelt man nach dem Motto: „Kommen Schwierigkeiten, schieben wir als Chefs die Angelegenheit an die Mitarbeiter ab“. Für so eine Geschäftsphilosophie bedanke ich mich und habe hier ein gutes und passendes Sprichwort dafür: „Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken“!

Und zum zweiten, wurde mein Anliegen, ohne vorhergegangene Rücksprache mit mir, an einen Dritten weiter gegeben. Ich kenne und liebe solche Gepflogenheiten absolut nicht.

Dieser Makler stellte uns ein paar Objekte vor, wobei wir allerdings nicht das Geeignete für uns fanden. Nach Rücksprache mit der Mitarbeiterin wurde uns mitgeteilt, dass in ihrem Archiv noch „wahre Schätze“ zu finden seien. Allerdings wären das Objekte, die nur „auserwählter“ Kundschaft zugänglich gemacht würden. Mit anderen Worten, erst wenn man bei diesem Makler die „Hosen“ herunter lässt, hat man Zugang zu den echten waren „Traumimmobilien“.

In meiner Gutmütigkeit und weil wir unbedingt hier ein neues Domizile errichten wollen, teilte ich der wissbegierigen Dame mit, was ich beruflich zu tun pflege. Sie können sich vorstellen, dass ich bei diesen Immobilienwünschen, eine Villa für uns und mehrere Villen, die vermietet werden sollen, nicht mit Schnürsenkeln oder Hosenknöpfen von Haus zu Haus ziehe, um so meine Brötchen zu verdienen.

Normalerweise kann es einem Immobilienmakler vollkommen wurscht sein, woher sein Klient das Geld für einen Immobilienankauf her hat. Wenn sich da jemanden damit zu bemühen hätte, dann vielleicht die Finanzbehörden oder Banken.

Übrigends hat sich diese Mitarbeiterin des Immobilienmaklers aus Denia auch nie mehr bei uns gemeldet. Wahrscheinlich war sie mit unseren Anforderungen zu überlastet bzw. hatte sie jetzt keinen Schneid, ihrerseits die „Hosen“ runterzulassen. Sprich: die erwähnten Schätze aus dem Safe zu holen!! Wo nichts ist, kann auch nichts geliefert werden.

Wie mir jetzt zu Ohren gekommen ist, muss man laut Aussage des Immobilien Chefs der Firma S. in Els Poblets „Bohnen“ besitzen. Mit anderen Worten: Der Inhaber von S. Immobilien, sieht sofort, ob jemand Geld (BOHNEN) hat oder nicht. Wie er das mit Kunden, die er nur über das Internet kennt, praktiziert, ist mir allerdings schleierhaft!!! Vielleicht verfügt er ja über hellseherische Fähigkeiten.

Auf jeden Fall überrascht es mich nicht, dass in Spanien über 700.000 Immobilien zum Verkauf stehen und keine Käufer finden. Wenn man so, wie hier von mir geschildert, mit seinen potentiellen Kunden umgeht, wundert es mich nicht!!??

Da wir uns glückliche „Bohnenbesitzer“ nennen können, werden wir in ein paar Wochen unsere Kaufverträge bei einem kompetenteren Immobilienmakler hier an der Costa Blanca unterzeichnen.

Fazit: Wenn man in Denia und Umgebung eine Immobilie kaufen möchte, sollte man die Finger von gewissen schwäbischen Maklern lassen. Die Versprechungen sind groß, doch die Enttäuschungen sind grösser!!

Es war mir ein Anliegen, dieses Erlebnis der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Re: Immobilien: Costa del Sol und Marbella besser zum Protzen
W.H., am 15.02.2019 um 01:19 Uhr
Ich glaub diese ganze Ivan Nummer nicht, sorry. Wenn der Mann so viel Geld hat um ein Riesenhaus und mehrere Villen zu kaufen, dann kommt der nicht nach Denia, das Armenhaus an der CB. Das Geschäftsmodell ist auch Blödsinn, hier kommen größtenteils arme Schlucker die ein Reihenhaus für den Urlaub suchen. Wenn der gute Ivan so clever und erfolgreiche wäre wie er vorgibt, wüsste er dass Denia nicht das Richtige ist. So jemand informiert sich vorher. Wer Geld hat will das auch zeigen, das geht hier nicht. Schon ein auffälliges Auto ist hier nicht ratsam. Man muss sich doch nur die Kisten ansehen mit denen die Leute da rumfahren, dass hat doch einen Grund. Wer läuft denn hier mit auffälligem Schmuck rum, keiner!
Die zahlreichen Überfälle und Einbrüche werden hier nicht bekannt, sie schaden dem Tourismus, aber sie sind Realität.

Wer protzen will ist an der Costa del Sol in Marbella besser aufgehoben, da wird Ungeziefer am Ortsausgang aussortiert und kommt gar nicht erst in den Ort um zu klauen. Dieses Geschäftsmodell vom ehemaligen Bürgermeister Jesus Gil funktioniert noch heute. Gibt's aber nur dort, deshalb sind dort auch alle die wirklich Geld haben.

Ich glaube Makler S in Miraflor hat genug Erfahrung um einen Blender zu erkennen.
Re: Immobilienmakler wollte Preis drücken, anderer akzeptierte
Berger, am 15.02.2019 um 01:19 Uhr
Eine Bekannte wollte über das Büro S. eine Immobilie verkaufen und nannte einem genervten Mitarbeiter dessen ihren Preis.
Der sei 20.000 Euro zu hoch. Entweder gehe sie mit dem Presi herunter oder die Firma S. wolle die Immobilie nicht,
hieß es. Dem Anschein nach wollte die Firma S. über den zu niedrigen Verkaufspreis schnell Geschäft generieren.
Die Bekannte hat dann über ein anderes Immobilienbüro aus Denia zu ihrem Wunschpreis verkauft.
Mehr muß glaube ich nicht gesagt werden.
Re: Makler: Maklerbashing durch bösen/neidischen Kollegen?
Sylvia Pieroth, am 14.02.2019 um 15:35 Uhr
Sollten Sie diese Erfahrung, tatsächlich so gemacht haben, so ist das sehr bedauerlich. Aber in der Zusammenarbeit zwischen Makler und Kaufinteressent muss auch die Chemie stimmen. Wie Sie geschildert haben, sind Sie es "gewohnt nur mit dem Chef" kommunizieren zu wollen und wundern sich dann, dass man nachhakt, ob Sie tatsächlich ein Kunde sind um den sich der Chef höchstpersönlich kümmern sollte? Mit so einem Auftritt muss man sich dann aber auch nicht wundern, wenn die für Sie "minderwertigen Mitarbeiter" keine große Lust auf Mr. Wichtig haben. Zumal jeder behaupten kann Mr. Wichtig oder Mr. Rich zu sein. Und in einem Punkt irren Sie und andere Kommentatoren an dieser Stelle total. Selbstverständlich geht es den Makler etwas an, ob Sie liquide sind und die von Ihnen gewünschten Luxus-Immobilien auch bezahlen können.
Dies hat mehrere Gründe.
1. Der Makler investiert Zeit und Geld Ihnen Immobilien zu präsentieren. Da es durchaus nicht selten ist, das sich angebliche Kaufinteressenten zum Zeitvertreib Immmobilien anschauen, je teurer je lieber. Dies nennt man Besichtigungstourismus und ist gerade bei Luxusimmobiien ein leidliches Thema.
2. Schuldet der Makler dem Verkäufer die Überprüfung des Interessenten, ob dieser auch in der Lage ist den Kaufpreis zu zahlen oder zu finanzieren.
3. Sind Makler (zumindest in Deutschland) sogar gesetzlich dazu verpflichtet Kaufinteressenten nach dem GwG (Geldwäschegesetz) zu überprüfen und dies nicht erst bei Vertragsabschluss, sondern laut Gesetz bereits bei der Geschäftsanbahnung. Wenn man das Gesetz wörtlich nimmt, sogar bei der ersten Kontaktaufnahme mit Vorlage des Personalausweises und Befragung, ob in eigenem Namen oder für Dritte gehandelt wird. Die Makler sind verpflichtet, den kleinsten Verdacht auf Geldwäsche sofort den Finanzbehörden zu melden, ansonsten drohen dem Immobilienbüro drastische Strafen. Da das GwG ein europäisches Gesetz ist, dürfte diese Regelung also auch für spanische Makler gelten.
Was für mich die Beschwerde etwas unglaubwürdig erscheinen lässt ist die Tatsache, dass Iwan soundso, zwar den "bösen" Makler so beschreibt, dass jeder genau weiß um welches Unternehmen es geht, aber das Büro mit dem er hoch zufrieden war und dort angeblich "in paar Wochen" mehrere Kaufverträge unterzeichnen will namentlich überhaupt nicht erwähnt. Wenn er dort so zufrieden war, dass seine exquisiten Wünsche gleich mehrfach erfüllt wurden, hätte man erwarten dürfen dieses Maklerbüro namentlich zu empfehlen. Warum tat Herr IWAN das nicht? Ein Schelm wer hier böses denkt und bei diesem "Erfahrungsbericht" an das beliebte Maklerbashing oder an einen bösartigen/neidischen "Kollegen" denkt.
Re: Makler: Leserbriefe angeblich zufriedener Kunden? - naja
Barry, am 14.02.2019 um 14:56 Uhr
Habe es jetzt erst gelesen. Bei dieser Immobilienagentur ist es leider an der Tagesordnung selbstverliebt und arrogant zu agieren.
Kann mich Ihnen nur anschliessen, bin von diesem schwäbischen Büro nicht überzeugt.
Ja, Herr S., mit Arroganz kommt man leider nicht weiter.
Es hat weder mit "Rache" von Immobilienbüros zu tun, einzig allein mit nicht zufriedenen Kunden. Die Website sagt viel über dieses Unternehmen aus. Wenn man als Real Estate schon Leserbriefe von angeblich zufriedenen Kunden abdrucken muss, sagt dies eigentlich schon alles aus.
In diesem Sinne soll jeder seine Erfahrungen machen.
Re: Immobilienmakler - hört sich nach racheakt an, gibt's iwan?
gerd n, am 13.10.2011 um 15:36 Uhr
mir kommt die ganze geschichte ein bissle "spanisch" vor. ich wage zu bezweifeln, dass es einen solchen iwan gibt. hört sich für mich nach racheakt an dem immobüro an.

Re: Immobilienmakler: immer höflich und zur Stelle
susanna killer, am 12.10.2011 um 01:54 Uhr
Anhang zu Iwan W.Rainov:
habe sehr interessiert Ihre Info gelesen,was mich überrascht ist ,dass Sie mit dieser Ihrer erwähnten Immob.-Makler soviel Stress hatten,denn wir haben ebensolche mehrmals in Anspruch genommen mit Chef sowie den Angestellten, konnten uns aber nie beschweren,denn wir waren sicher nicht die einfachsten Interessenten, denn mein Mann versteht etwas von der Materie-Bau,also wir haben sie manchmal bis an die Grenze des ... mit unseren Anliegen ,Mängeln, Preisvergleich etc...aber sie blieben immer höflich und korrekt,leider fanden wir unser Objekt nicht bei ihnen.
So wandten wir uns in Els Poblets an die Immobilie&Finanzierungen ... immer freundlich und sofort zur Stelle bis er das Geld hat, dann..... bezahlten Grundstück u. Baubeginn, was nie zu Stande kam... warten jetzt noch auf unser Geld; kommt leider oft vor haut einem aber wirklich vom Hocker,weil der Herr sich gerne der Verantwortung entzieht,zudem stellt er ungedeckte Schecks aus, denn er hat ja noch ...!!?? vielleicht melden sich noch andere Geschädigte....nur so könnte man Solche stoppen.
Re: Immo-Makler - auf "Rufmord" noch keine Klarstellung
Andre Lebon, am 11.10.2011 um 00:29 Uhr
Herr Bergkamp

Soll man einen Menschen, der einen ihm unbekannten Menschen grob verunglimpft " Rache eines ignorierten Neureichen? " ueberlesen oder Stellung beziehen zu einem Monolog epischer Breite nichssagenden Inhaltes ausser Beleidigungen ?
Ich entschloss mich zur Begegnung mit Ihnen.
Herr Iwan Wassiljew Rainov muss sich der moeglichen Konsequenzen der Aufdeckung seines Frust ganz allein bewusst sein. Auf den Rufmord, wie es Herr Bonberg nennt, schnell reagierend, hat die Agentur noch keine Klarstellung parat gehabt.
Angenommen, Herr Iwan Wassiljew Rainov ist ein angesehener, erfolgreicher, vermoegender Geschaeftsmann - seine Anwaelte werden Sie finden. Anklage : Beleidigungen, Kreditschaedigung usw.
Ihre Replik koennte teuer werden.
Mehr laesst sich zu Ihren noch sonstigen Gedanken nicht sagen; ausser, einfach nichts . . .
Re: Immobilienmakler S. in Els Poblets - professionelle Agentur
Dr. W. Bonberg, am 10.10.2011 um 01:27 Uhr
Ich kann und will nicht beurteilen, was da im Einzelnen abgelaufen ist - es gibt ja immer zwei Seiten -, aber da die schwäbische Firma S. in Els Poblets recht gut zu identifizieren ist, grenzt dies für mich an geschäftlichen Rufmord.
Als wir vor vier Jahren unsere Immobiliensuche begannen, hatten wir Kontakte zu mehreren spanischen, deutschen und englischen Agenturen im Großraum Dénia, darunter auch die Firma S.
Der Kontakt war höflich und nett, und im Unterschied zu einigen anderen Agenturen stellte man uns auch nur die Objekte vor, die exakt in unsere Vorgaben passten. Dazu gehörte auch ein eindeutig fixiertes Preislimit.
Andere vergeudeten unsere wertvolle Zeit damit, uns zu ihren Ladenhütern zu kutschieren, bei denen kein einziges Kriterium stimmte.
Wir hätten auch gern mit S. abgeschlossen, aber leider stand unser letztliches Traumhaus bei einer anderen Agentur unter Vertrag.
Ich weiß ja nicht, wie der Schreiber sich hier aufgeführt hat, jedenfalls hat mich kein Makler je nach meinen Einkommensverhältnissen gefragt - was ich mir auch verbeten hätte, weil ihn das absolut nichts angeht.
Vermutungen über naheliegende Vorurteile möchte ich nicht vertiefen.
Re: Immo-Makler-bashing - Rache eines ignorierten Neureichen?
Hans Bergkamp, am 09.10.2011 um 16:07 Uhr
Was für ein Drama! Und, natürlich, mit dem bei costa-info zu erwartenden surrealistischen (zumindest vorübergehenden) Ausgang.
A saber:
Aus der Iwan-Wassiljew-Schilderung kann man, mit ein wenig "mala leche", einen auf grossspurig gepolten "Hoppla-hier-komm'-ich-,-kaufe-die-halbe-Costa-Blanca-und will-auch-von-Anfang-an-so-hofiert-werden"-potentiellen-Kunden herauslesen, dem nicht der gewünschte devote Service zuteil wurde. Wohlgemerkt: Es geht nicht etwa um Betrug oder Betrugsversuch, sondern um die holprige Pflege eines potentiellen Kunden, gespickt mit schwachbrüstigen Entschuldigungen. Sich billig und die Intelligenz des Gegenüber verletzend hinter "in Spanien gehen schon mal E-Mails verloren" zu verstecken, ist tatsächlich keine Geschäftsempfehlung, aber durchaus gängige Praxis und schon lange kein Drama.
Trotzdem: Die Gegenseite zu hören, das könnte interessant sein. Vielleicht käme dabei ein Makler ans Licht, der von grossmäuligen "der-Markt-ist-kaputt-also-bin-ich-nicht-nur-König-sondern-Kaiser-aber-hallo"-Pseudo-Interessenten genervt ist, die sich aus Zeitvertreib eine Immobilie nach der anderen haben zeigen lassen, nur um sich dann als in Wahrheit vor allem "dankbar" für einen abwechslungsreichen Nachmittag zu erweisen oder als nicht der gezeigten Neugier entsprechend solvent oder als schlicht von der Konkurrenz geschickt.
Was die Seriosität des mir etwas grossspurig vorkommenden Interessenten angeht, der offenbar verlangt, dass der Makler sie ihm von der Nasenspitze und dem klassisch nach neureich riechenden "Unterhalb-der-Chefetage-tue-ich-es-gar-nicht"-Auftreten abliest, so gibt gerade diese vor allem nach Rache für verletzte Eitelkeit klingende Veröffentlichung eher dem Makler Recht. Genauer: den Maklern, denn am Ende waren es ja zwei, die nicht ausreichend hüpften und vor Präsentieren des Tafelsilbers erst einmal ein bisschen über die finanzielle Bonität des Interessenten zu erfahren suchten.
Nicht, dass es in der alltäglichen Praxis von Belang wäre oder mit dem vorliegenden Fall zu tun haben muss: Aber wenn einem Immobilienmakler die Herkunft des Geldes seines Kunden ausnahmsweise doch nicht egal sein sollte, dann würde ihm das in meinen Augen zur Ehre gereichen und nicht, wie Iwan Wassiljew andeutet, Unfähigkeit verraten.
***
Aber egal: Jubelnder Zuspruch war Wassiljew nach Veröffentlichung an dieser Stelle gewiss. Denn in der Leserschaft von costa-info.de liegt Andre (ohne Akzent?) Lebon fröhlich auf der Lauer. Und wenn ein Beitrag auch nur im Entferntesten danach riecht, dass man irgendwo den Hebel ansetzen könnte, um Deutschland abzuwatschen, dann tut es dieser Mann mit Verve. Und wenn ein Beitrag nicht danach riecht, tut er es mit dem selben Elan.
Lebon, der im Übrigen, wenn ich mich recht erinnere, sich bei seinem Einstieg hier als eine Art Kultur-Spezi geoutet und -zumindest zwischen den Zeilen- Zweifel daran geäussert hat, ob das Niveau hier mit seinem eigenen mithalten könne. In diesem Sinne ist Lebon nicht nur angekommen - die Landung war sanft- sondern hat sich "überangepasst".
Deutschland-bashing ist sein Hobby, seine Berufung? Ob es nun inhaltlich Sinn macht oder nicht. Aus dem Wassiljew-Bericht über möglicherweise mangelhafte Kundenbetreuung den Glanz-Verlust deutscher Wertarbeit herzuleiten, ist, wenn nicht abenteuerlich, so doch bemüht. Zumal die Geschichte ja gar nicht zuende ist ("werden in ein paar Wochen...") und nichts darüber bekannt, wie und mit wem.
Aber Lebon passte es ja ins etwas engstirnige Konzept: Die (in der Tat alles andere als uneigennützigen) Griechenland-Bemühungen von Kanzlerin Merkel auf Hilfe für die deutsche Waffenindustrie zu reduzieren, wie es Lebon in einem anderen Thread tat, ist mindestens ebenso bemüht. Die deutsche Waffenindustrie lief und läuft durch Deals mit so spannungsfreien und real-demokratischen Staaten wie Saudi-Arabien und Libyen seit Jahren so geschmiert an Aussenwirtschaftsgesetzen vorbei, dass dieser Merkel-Schröder-Schmidt-Kohl nicht von milliardenschweren, zum Scheitern verurteilten, Hellas-Bürgschaften fett gemacht zu werden braucht, auch wenn ohne sie das eine oder andere korruptionsumwobene U-Boot nicht zuende bezahlt werden kann.
Re: Immobilienmakler - deutsche Wertarbeit verliert den Glanz
Andre Lebon, am 08.10.2011 um 14:58 Uhr
Iwan Wassiljew Rainov

Koestlich geschriebener Bericht, aufzeigend wie deutsche Wertarbeit von Sonnenbrand gegerbt den Glanz verliert.
Erfreulich das Ende der Geschichte, nicht der Beweis, aber die Hoffnung, dass es noch einige faehige Vermittler mehr an der Costa Blanca gibt. Alte Weisheit; wer sich mit Selbstanpreisung zu hoch in den Himmel wagt, stuerzt um so tiefer.
Dem Verfasser Dank, moegen viele die Warnung lesen.