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NJ: Massnahmen gegen die Wirtschaftskrise in Jávea
Paco Catalá, Stadtrat für Nueva Jávea, am 18.04.2009 um 13:43 Uhr
Massnahmen zur Linderung der ökonomischen Rezession in Jávea
Es sieht wohl so aus dass sich unsere Herrschaften Regierenden an die Bürger nur während des Wahlkampfes zu erinnern scheinen, um sich dann während der restlichen Legislaturperiode hauptsächlich darum kümmern, dass auch alle schön brav ihre Steuern zahlen, die ihrerseits steigen und steigen ...
Und da allem Anschein nach unsere liebe Regierung, die da sind die Popularen unter Juan Moragues, die Centristen unter Eduardo Monfort und Bloc unter Vicente Chorro keine einzige Massnahme anbietet (viele schöne Worte, aber keine einzige Massnahme), die negativen Auswirkungen der Rezession in Jávea auch nur abzulindern, möchten wir diesbezüglich einige Vorschläge machen.
Nueva Jávea hält es für absolut notwendig, eine Serie von Massnahmen zu ergreifen, die sich positiv auf die lokale Wirtschaft auswirken, durch die Stimulation des Terziärsektors und der Dienstleistungen, um so Arbeitsplätze zu schaffen und so die kathastrophale Auswirkung des Einbruchs in der Baubranche abzufangen, Sektor der in Jávea jahrelang Arbeitgeben Nummer eins war.
Seit Nueva Jávea im Stadtrat vertreten ist (und dies sehr zum Leidwesen der “alteingesessenen Parteien, die angeblich so sehr auf Bürgerbeteiligung setzen, was dann jedoch im Klartext heisst, dass immer die gleichen entscheiden), haben wir eine komplette Studie zur Entwicklung des Tourismus und Kommerzes in Jávea ausgearbeitet, um eine Zukunftsperspektive für unsere Gemeinde anzubieten. Einige der darin enthaltenen Vorschläge haben wir bereits öffentlich bekannt gemacht, wie zum Beispiel die Alternative zur Hafenneugestaltung, das Projekt zur Restrukturation des Arenals und Umgebung, Innlandshafen im Saladar. Dies sind nur einige Beispiele, die eine echte Alternative zur Bauwirtschaft bieten könnten.
Wir sehen weiterhin zu, wie die „alteingesessenen” Parteien uns mehr oder weniger dasselbe versprechen wie seit Jahren, mit guten Absichten, mit ihrer Sorge um unser Gemeindeeigentum und unser Kulturerbe, den Sorgen um das Erbe das wir unseren Kindern hinterlassen, die Arbeitsplätze die sie schaffen werden, die Steuerreduzierung mit der sie uns beglücken werden und welch glorreiche Investitionen sie (und nur sie als Regierung, versteht sich) nach Jávea bringen werden, etc etc. Und?? Nichts, aber auch gar nichts, wie immer.
Angesichts ihrer Unfähigkeit, vom alteingefahrenen Pfad abzuweichen, uns dann jährlich die Steuerschraube fester anzudrehen ohne Rücksicht auf die derzeitige Misslage (die wir nicht zu geringem Teil eben ihnen zu verdanken haben), möchten wir hier nun einige Vorschläge unterbreiten, die die wirtschaftliche (Miss)Lage für den Normalbürger und den Kleinunternehmer gleichermassen etwas erträglichen machen könnten.
1. Reform und Modernisierung des Verwaltungsapparates
2. Schaffung einer technischen Assitenz für den Bürger, der hinsichtlich sämtlicher Beantragungen von Lizenzen, Erlaubnissen und Berichten berät und informiert, sowie bei Reklamatationen behilflich ist
3. Einrichtung einer Spezialarbeitsgruppe zur Bearbeitung besonders langwieriger Tramitationen, um definitive Entscheidungen zu erreichen und die “induzierte Paralyse” in der Oficina Técnica (Bauamt) zu lösen
4. Die gesetzlich vorgeschriebenen Maximalzeiträume zur Bearbeitung von Anträgen müssen eingehalten werden, besonders bei Projekten, die einen positiven Einfluss auf die lokale Wirtschaft versprechen
5. Die Aufschlagszahlungen für Produktivität der Beamten müssen an die tatsächliche Bearbeitung von Akten geknüpft werden
6. Sofortige Aufhebung der partiellen Suspension des Stadtentwicklungsplanes, da die Abnahme dessen Revision noch in weiter Zukunft liegt
7. Reduzierung der zahlreichen Steuern, die die Tramitation jeglicher Lizenzen betrifft, da damit erstens der Sektor entlastet werden kann und da zweitens der gebotene Service in keinem Verhältnis zu den höchsten Steuersätzen im Land Valencia steht
8. Steuerzahlungen hinsichtlich Reformarbeiten in der Altstadt sollten zeitweise ausgesetzt werden
9. Unser Rathaus sollte sich selbst als Bürge für Kredite zur Reform , Verbesserung und Restauration von alten Gebäuden in der Altstadt anbieten
10. Gemeindeeigener Grung sollte für Projekte, die einen Mehrwert für unsere Gemeinde darstellen und sich entsprechend in das Geflecht der lokalen Wirtschft einbinden, zur Verfügung gestellt werden
11. Einrichtung einer öffentlichen Arbeitsbörse für Personen mit besonders schlechtem sozialem Hintergrund und deren wenn auch kurzfristige Einstellung für Arbeiten im Gartenbereich, Landwirtschaft, Instandhaltung etc …
12. Angebot von Mikrokrediten zum Erreichen der Selbständigkeit
13. Stundung aller Steuerzahlungen für alle Personen ohne Einkommen und finanziellen Rückhalt.

Paco Catalá, Stadtrat für Nueva Jávea