COSTA INFO - Ein Service der WOCHENPOST
Home Meldungen Termine Die Küste Wochenpost Branchenbuch Leserforum Fotogalerie
Leserforum
Hier schreiben die "Leser" von costa-info.de
Zum Artikel:
Katalonien: Parlamentspräsidentin in U-Haft, aber: "Unabhängigkeit symbolisch"
"Symbolische" Unabhängigkeit Kataloniens? - fanatische Irre
Walter Haselberger, am 10.11.2017 um 13:23 Uhr
Eine absolute Frechheit was sich diese Putschisten in Katalonien da zusammen dichten. Wenn es symbolisch gewesen wäre, dann hätten sie nicht schon den Haushalt der "REPUBLIK KATALONIEN" verabschiedet. Man könnte noch mehrere Seiten über diese Verbrecher schreiben, wichtiger ist aber wie geht es jetzt weiter? Da sehe ich große Herausforderungen auf Spanien zukommen. Die Separatisten sind fanatische Irre, es stört sie nicht das die Industrie und Banken abwandern, sie handeln nicht rational. Solche Leute sind grundsätzlich gefährlich, und auch nicht umzustimmen. Sie werden es auch immer wieder probieren, wenn man nicht mit eiserner Hand durchgreift und der Bewegung den Kopf abschlägt, so wie Franco es 1940 getan hat. Er hat den ebenfalls geflüchteten Lluis Companys den die GESTAPO aus Frankreich zurück gebracht hat, am nächsten Tag an die Wand gestellt. Leider gibt es in Brüssel keine Gestapo, und wenn könnten wir den Nachfolger Companys, Carles Puigdemont, auch nicht an die Wand stellen. So werden diese Putschisten weiter an der Teilung Spaniens arbeiten. Der Rechtsstaat stößt hier an seine humanitären Grenzen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Llu%C3%ADs_Companys_i_Jover

Anmerkung der Redaktion:
Bewegung den Kopf abschlagen, wie es Franco 1940 getan hat. "Leider gibt es in Brüssel keine Gestapo" und, implizit auch mit Ihrem leider versehen: "... und wenn, könnten wir den Nachfolger Company, Carles Puigdemont, auch nicht an die Wand stellen...". Kann ich nicht umkommentiert stehen lassen.
So gefährlich wie irrationale und systematisch verfassungs- und gesetzesbrecherische Separatisten sind Sprücheklopfer pro Gestapo, Franco und Todesstrafe für politische Rebellionsführer, weil sie den irrationalen (oder vielleicht doch eben sehr rational ihren eigenen Vorteil verfolgenden) Zerstörern des katalanischen Zusammenlebens, vor allem aber ihren geblendeten Mitläufern, die so dringend benötigte Hass-Munition verschaffen. Alter Hut: Die Extreme berühren sich, bringen in unheiliger Allianz demokratische und rechtsstaatliche Errungenschaften in Gefahr.
Das tut allerdings, wenn mir dieser Exkurs erlaubt ist, auch das Wahlvolk, wenn es dafür sorgt, dass der Rechtsstaat in solche fundamentalen Auseinandersetzungen mit glaubwürdigkeitsmässig schwerst kontaminiertem Personal gehen muss. Ob's die Wackel-PSOE oder Ciudadanos (die hoffentlich entgegen ihrem Ruf als Nur-Umfrage-Partei im Dezember eine Chance erhalten, aber ich bin skeptisch) besser gemacht hätten? Schwer zu sagen, aber wenn's ums Eingemachte geht, dann kann man mit einer nach Jahrzehnten systematischer (und zumal im Land Valencia systematisch immer wieder an die Macht gewählter) Korruption zumindest am Kopf nicht ausreichend erneuerten Partido Popular und einer in sich zerstrittenen Audiencia Nacional die Auseinandersetzung zwar mit Macht erst einmal gewinnen (und danach sieht es ja aus). Aber ein Rajoy ("halt durch, Bárcenas", und vor allem dicht...), der ein gerüttelt Mass der Verantwortung am Problem für sich in Anspruch nehmen kann, wird nicht die Gegner zum Zweifeln an sich selbst bringen. Und, was wichtiger ist, sicher nicht die Millionen Unentschiedenen lückenlos davon überzeugen, im wahrsten und weitesten Wortsinn "das Recht" zu vertreten, auf dem eine gedeihliche Zukunft aufgebaut werden könnte. Gedeihlicher allemal, als mit Gestapo-, Franco- und Todesstrafen-Nostalgie ewig-gestriger oder schlicht provokationswilliger Hetzschreiber.
Carl-Georg Boge, Hsg. costa-info.de und WOCHENPOST











Bild: