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Zum Artikel:
Zu spät beantragt: Rathaus muss um Stiertreiben kämpfen
Traurig: Tierquälereien mit Applaus in vermeintl. modernem Land
Lili Sorglos, am 24.07.2019 um 00:06 Uhr
Traurig...
Das in der heutigen Zeit weiterhin unter Applaus Tierquälereien in einem vermeintlich modernen, aufgeklärten Land möglich sind, entbehrt jeglicher Logik. Es entbehrt überhaupt jeglichem Verständnis, wie man als fühlender Mensch an der Qual anderer Freude entfinden kann. Wann um Himmels Willen ist damit endlich Schluss?!? Schon Gandi sagte, dass man die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation daran erkennen kann, wie ein Land mit seinen Tieren umgeht. Tja, da kann ich nur sagen: Spanien Du hast noch sehr sehr sehr viel Arbeit vor Dir. Ich hoffe für all die geschundenen Seelen in diesem Land, dass der dringend nötige geistige Fortschritt diesbezüglich nun bald bei den Menschen Einzug hält.
Re: Tierquälerei: Stierkampffreunde sollten 1 Mal den Sier geben
Brigitte, am 11.08.2019 um 00:28 Uhr
Jeder der Stierkämpfe gut findet,sollte sich doch nur "EINMAL" als Stier zur Verfügung stellen,danach kann Er/SIE mitreden.Brigitte
Re: Tierschutz-Reportage: lieber Kampfstier als Milchkuh
W.H., am 09.08.2019 um 00:06 Uhr
Re: Tierquälerei: schon vor 40 Jahren Schwächung durch Blutverlust
Hans Willi, am 30.07.2019 um 00:28 Uhr
Lieber W.H., finden Sie nicht, dass Sie sich im Ton vergreifen.

Es kann durchaus sein, dass die Stiere nicht in der geschilderten Weise "konditioniert" werden. Einige der Dinge sind aber auch mir bekannt, schon vor über 40 Jahren gesehen, wie die Tiere vor dem Kamp mittels herbeigeführtem Blutverlust geschwächt wurden. Es ist also durchaus möglich, dass in den letzten 40 Jahren (im Sinne einer Risikominimierung für die armen Schlachter) weitere "Massnahmen" durch kranke Hirne erfunden wurden, wie geschildert.

Dass aber die als Show inszenierte Abschlachtung ein trauriges Beispiel der Verachtung des Tiers als fühlendes Lebewesen, dazu ein ebenso trauriges Beispiel für die Gefühllosigkeit zu vieler Menschen ist, scheint für Sie nicht nachvollziehbar.

Dass neben der Bekämpfung des Stierkampfs die Bekämpfung der Auswüchse der Massentierhaltung sehr notwendig und ein wichtiges Anliegen vieler Menschen ist, sollten Sie lieber W.H. nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern auch als Menschenrecht akzeptieren.

Ich hoffe für Sie und ihre Umgebung, dass Sie dazu fähig sind.
Re: Tierquälereien (wh)
W.H., am 29.07.2019 um 02:24 Uhr
Liebe Jaqueline Hafner,

sie können sicher tragfähige Quellen für ihre Anschuldigungen nennen.
Andernfalls sind sie entschuldigt und ich führe es auf ihre Mangelernährung zurück.
Der Mensch ist, ja sagen wir es einfach, ein Allesfresser. Ohne Fleisch fehlt dem Körper was und Menschen die sich Vegan ernähren bekommen Probleme.
Re: Tierquälerei: mal auf Schlachthof in der Heimat gehen
Hans Zitz, am 28.07.2019 um 00:54 Uhr
https://www.infranken.de/ueberregional/bayern/bad-groenenbach-allgaeu-video-der-soko-tierschutz-zeigt-tierquaelerei-in-milchviehbetrieb-in-bayern;art179,4322827

Einfach mal auf einen Schlachthof gehen im Heimatland, und dann die Sache überdenken....
Re: Tierquälerei: Stiere werden vor "Kampf" wochenlang demontiert
Jacqueline Hafner, am 27.07.2019 um 00:12 Uhr
Werter W.H.
Die Besuche von Massentierhaltungsanlagen, sei es von Schweinen, Hühnern oder Milchkühen wie auch von Schlachthöfen, wo besagte Nutztiere nach einem miserablen Leben einen hässlichen Tod für eine kurze Gaumenfreude des Menschen finden, habe ich längst hinter mir. Sie offensichtlich nicht. Ich lebe seit Jahren konsumfrei jedwelcher tierischer Produkte, denn wenn sie das was Sie erwähnen einmal, nur einmal, tatsächlich gesehen haben, dann ist es ihnen unmöglich als fühlender Mensch mit Herz, Seele und Verstand, weiter tierische Produkte zu konsumieren. Wenn es anders wäre, dann wären diese Anlagen nicht wie Hochsicherheitstrakte abgeschirmt. Gerade in Spanien.. Kamera, Stacheldraht, Kettenhunde oder einfach nur meterhohe Mauern. Ihr Kommentar strotzt vor Unkenntnis und ganz ehrlich, ich bin sicher, Sie wissen das auch, richtig?

Nicht korrekt ist ebenso, in keinster Weise, dass ein Toro Bravo nur gerade 15 Minuten leiden soll! Was für ein totaler Blödsinn. Wenn Sie etwas kommentieren, dann doch bitte FAKTEN, echtes Wissen.

Fakten sind die folgenden:

Eine Corrida ist nichts als DEMÜTIGUNG, FOLTER UND TOD eines UNSCHULDIGEN TIERES zum Zwecke des Genusses, den eine Gruppe von SADISTEN dabei erstrebt.

Die stolzen, kräftigen Tiere werden einige Wochen vor dem Kampf systematisch „demontiert“.

In der Abgeschiedenheit des Stalles fixiert man den Bullen in einem Gestell und stößt ihm z.B. getränktes Zeitungspapier tief in die Ohrmuscheln. Abgesehen von den höllischen Schmerzen sind sie später in der Arena taub. Sie können dann nicht hören, wenn ein Picador von hinten heran reitet um ihnen eine Lanze in den Leib zu stechen. Dem Bullen werden z.T. wochenlang schwere Gewichte um den Hals gehängt. Um durch einen veränderten Winkel ein zielgerechtes Zustoßen zu verhindern und somit die Gefahr für den Torero zu mindern, werden dem Stier die Hörner manchmal um mehrere Zentimeter abgeschliffen, wobei empfindliche Nerven verletzt werden können. Die Hufe werden ihm mit einem Farb-Verdünnungsmittel eingerieben, damit er sich durch das Brennen nicht richtig konzentrieren kann und mit Schlägen mit Sandsäcken in die Nieren geschwächt.

Zwei oder drei Tage vor dem Kampf sperrt man den Stier dann in einen abgedunkelten Raum, damit er die räumliche und zeitliche Orientierung verliert und damit er beim Einlauf in die Arena vom grellen Tageslicht geblendet ist. Es können zusätzlich Vaseline oder Pfefferspray eingesetzt werden, so dass sie fast blind sind. Zudem gibt man ihm starke Abführmittel um seinen Körper zu dehydrieren und ihm Kraft und Ausdauer zu nehmen.

Um die Atmung zu erschweren verstopft man die Nüstern mit Baumwollfetzen und sticht dann noch Nadeln in die Genitalien um sie völlig in den Wahnsinn zu treiben. Einen Großteil der Tiere reibt man am Bauch und an der Innenseite der Oberschenkel mit einer stark ätzenden Substanz ein, damit sie sich wegen der Schmerzen bis zum Kampf nicht mehr hinlegen und schlafen können. Je näher der Auftritt kommt desto fieser und hinterhältiger werden die Methoden. Je nachdem wie sein Gemüt ist bekommt ein Bulle aufputschende oder sedierende Drogen. In jedem Fall verhält er sich in der Arena völlig anders als normal. Das bringt dem letzten Rest seines natürliches Reaktionsvermögen aus dem Gleichgewicht. Untersuchungen belegen zudem, dass viele Stiere mit Phenylbutazon (Entzündungshemmer) gedopt werden, was aufgrund der Nebenwirkungen zu einer Verhaltensänderung führt. Der Einsatz dieser Chemikalie ist EU-weit bei Tieren, die zu Lebensmitteln verarbeitet werden, verboten.

In diesem Zustand wird er dann aus der Dunkelheit freigelassen und erkennt nur das Licht am Ende des dunklen Ganges. Schmerz gepeinigt rennt er dorthin um sich von seinen Qualen zu befreien. Genau das Gegenteil ist der Fall. Mit Nadeln in den Hoden oder im Penis, verstopften Ohren, verschmierten Augen, dehydriert, mit Drogen vollgepumpt und tagelang wegen der schrecklichen Schmerzen nicht geschlafen steht er plötzlich in der Arena. Er hofft auf Rettung, wird aber von den Piscadores erwartet. Sie hetzen und ermüden den geschwächten Körper, stechen ihn mit Lanzen an, damit er möglichst viel Blut verliert und kaum noch Reaktion zeigt. Schließlich kommt der kleine bunte Gockel – der Torero. Er kämpft nicht gegen einen wilden, gefährlichen Stier. Er foltert ein armes, taubes, blindes, blutleeres, kraftloses, von Schmerzen gepeinigtes Geschöpf zu Tode.

Der Stierkampf ist archaisches Tun und archaisch ist ein Synonym von Primitiv. Der Stierkampf feiert immer und immer wieder den Sieg des Menschen über das Tier. Er läßt einen Krieg mit der ganzen Grausamkeit eines realen Krieges vor den Augen der Zuschauer als Ritual ablaufen und schlachtet den Besiegten, also den Schwächeren, ab mit der Grausamkeit des Primitiven. Ist es das, was der moderne, zivilisierte Mensch haben will? Ist das archaische Kultur Herr W.H.?

Die Bezeichnung Stierkampf ist eine Lüge, denn der Stier hat keine Chance. Der Stierkampf ist ein Spektakel aus dem Mittelalter und sollte endlich Geschichte werden. Seinen traditionellen Wert hat er seit Langem verloren, es ist nur noch Kommerz und Geldsegen für eine Gruppe von Sadisten und 1200 Zuchtbetriebe, die bezahlt werden mit spanischen und EU-Steuergeldern. In einem zivilisierten Land der Europäischen Union gehört solch ein öffentliches Gemetzel von Tieren verboten und erst recht nicht subventioniert.
Re: Gegen Tierquälerei: keine Kleingeisterei sondern Bürgerpflicht!
Berger, am 27.07.2019 um 00:10 Uhr
Jeder hat das Recht und die Pflicht, gegen das Böse in jeder Form anzugehen.
"Das Böse kann sich nur ausbreiten, weil gute Menschen nichts dagegen unternehmen!", so Richard Burke. Leider ist das die Realität, dass zuviele "gute Menschen", die also ein normales Rechtsempfinden haben und das gebotene Mitleid mit der Kreatur, nichts gegen Mißstände, "das Böse", unternehmen.
Ich begrüße jedwedes Handeln gegen das Böse wie den spanischen Stierkampf (= Tierquälerei!) etc.
Allerdings kann nicht jeder bei jedem Kampf gegen das Böse dabei sein.
Hier Deutsche gleich als kulturdominant darzustellen entbehrt jeder Grundlage. Der Stierkampf ist in der ganzen restlichen Welt (minus Spanien und einige ehemalige span. Kolonien)absolut geächtet. Allerdings wirkt Alexas Reaktion, dass man als Ausländer doch bitte das Maul zu halten habe, typisch für diese Region.

Re: Deutsche wollen überall Stempel aufdrücken und bestimmen
Alexa, am 26.07.2019 um 00:03 Uhr
Tja, die Deutschen schaffen es einfach nicht, sich aus den Sitten und Gebräuchen anderer Länder raus zu halten. Überall wollen sie ihren Stempel aufdrücken und bestimmen..... Als wenn sie zu Hause nicht genug eigenen Dreck vor der Tür haben.
Ich mag den Stierkampf auch nicht und würde ihn nicht fördern.
Aber ich würde mich mal dafür interessieren, ob die gleichen Deutschen auch in China dafür kämpfen, dass dort keine Hunde mehr gegessen werden.
Ist offensichtlich zu weit weg.....?
Anstatt spanisch zu lernen, sich mit Land, Leuten, Kultur, Sitten und Gebräuchen auseinander zu setzen, wollen sie unbedingt ihre eigenen Kleingeistigkeiten durchsetzen und verbreiten Stammtischweisheiten, die sie in ihren deutschen Ghettos gehört haben.

Anmerkung der Redaktion:
Nur mal so gefragt: Und wenn "Lili Sorglos" sich nun als Belgierin herausstellte, oder als staatenlos, oder gar als Spanierin?
Nun ja, eine Gelegenheit ist halt eine Gelegenheit.
Ob es eine Menge Deutscher gibt, die wissen, dass ihr Heimatland als europäischer Industrie-Schlachthof und Epizentrum des Geiz-ist-geil-Konsums billigsten Fleisches zuvor industriell und systemisch geschundener Tiere dem Gandhi-Fortschritts-Standard für eine Nation ganz zwangsläufig weniger entsprechen MUSS als fast alle anderen Länder dieser Erde? Egal, immer feste druff, irgendwo muss man ja hin mit dem ganzen Sich-zusammenreissen-müssen im beruflichen Umgang mit nervigen Auslandsdeutschen, vor denen man sich ja einem Sprichwort zufolge bekanntlich ebenso sehr hüten sollte wie vor Sturm und Wind. Deshalb immer flott in fröhlicher Stammtisch-Manier: DIE Deutschen...
Hoppla, Stammtisch: So leicht ist es, sich im Argumentationsstil genau denjenigen anzunähern, mit denen man doch so wenig gemein zu haben glaubt...
In der Sache, um die es geht, vielleicht viel Recht zuhaben, ist, wenn man das Wort Debatte Ernst nimmt, nicht alles.
Carl-Georg Boge
Re: Tierquälereien: wäre lieber E-Kampfstier als D-Milchkuh
W.H., am 25.07.2019 um 00:07 Uhr
Liebe Lily Sorglos,
was für ein schöner Name!

Wenn Sie Gandi zitieren, dann sollten sie vielleicht auch einen deutschen Hühner,-Schweine,-Kuhstall besuchen, oder Rindern und Pferden auf der Autobahn nachwinken, wenn sie zum schlachten von Deutschland nach Marokko gekarrt werden. Die Fahrt dauert nur drei Tage, tote Tiere können nicht umfallen, dazu fehlt der Platz am LKW.

Die von ihnen angesprochenen Kampfstiere leben auf riesigen Fincas, frei in ihrem Rudel, bis nach fünf Jahren der Tag X kommt, mit 15 Minuten relativer Qual, denn mit so viel Adrenalin kriegen die nicht mehr viel mit. Persönlich wäre ich lieber ein spanischer Kampfstier, als eine deutsche Milchkuh, lebenslang auf 2qm.

Nein, ich bin kein Freund des Stierkampfes, aber um den Toro Bravo zu erhalten, braucht es den Stierkampf.
Es ist auch nicht schön und passend, sich als Ausländer in spanische Traditionen einzumischen, wenn man das ganze Land nicht versteht, seine Geschichte nicht kennt und auch sonst nur ein bisschen rumplappern will, weil man ja so gut ist und weil es in Mode ist.