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Land Valencia / Spanien
Die erste starke sommerliche Hitzewelle bringt in grossen Bereichen von Spanien ab Mitte der letzten Juniwoche 2019 Temperaturen über 40 Grad. Im Innenland der Provinz Alicante werden in der zweiten Wochenhälfte bis zu 39 Grad erwartet, nachdem die Thermometer rund 30 Grad angezeigt hatten. Der vorherrschende Ostwind wird laut spanischem Wetteramt AEMET die Temperaturen an der Küste weitaus angenehmer gestalten.
Den durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg der letzten 130 Jahre dokumentiert nachfolgende Grafik der NASA. 20 der heissesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Spanien befinden sich nach Auskunft von Atmet unter den jüngsten 22 Jahren.
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In den auf Anweisung der Parteiführung und gegen seinen Willen zerstörten Computern der damaligen Regierungspartei Partido Popular gab es Aufzeichnungen und Belege über die Schwarzen Kassen der Partei. Das bestätigte der ehemalige Schatzmeister der PP, Luis Barcenás, der wegen der Bestechungsaffäre "Gürtel" zu 33 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, jetzt vor Gericht.
Barcenas bestand darauf, dass es sich um seine Computer mit seinen Aufzeichnungen über die Schwarzen Kassen (contabilidad B) der Konservativen Volkspartei handelte, die von der Partei illegal zerstört worden seien.
Der ehemalige PP-Ministerpräsident von Valencia, Francisco Camps, sieht sich demnächst einem Verfahren wegen der Ausrichtung der Formel I in Valencia ausgesetzt. Die Ehefrau des bereits wegen mehrerer Bestechungs- und Betrugsvorwürfe verurteilten früheren PP-Landesministers Rafael Blasco kommt bald wegen ihrer Rolle bei der Veruntreuung öffentlicher Gelder durch ihren Ehemann vor Gericht, so die spanische Presse.
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Die spanische Hauptstadt Madrid hat mit José Luis Martínez-Almeida (PP) einen neuen Bürgermeister gewählt. Er bekam die Stimmen von PP, Ciudadanos (stellt mit Belén Villacís die neue Vizestadtchefin) und Vox, das dafür einige Ämter in Bezirksregierungen von Madrid erhält. Die Aufspaltung von Podemos in zwei Bewegungen schwächte die Linke gerade genug, dass der Machtwechsel möglich wurde.
In Barcelona bestätigten Podemos, PSOE und eine ausreichende Zahl der Stadträte von Ciudadanos Ada Colau im Amt. Ciudadanos hatte auf Betreiben seines Spitzenkandidaten und ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Manuel Valls Colaus "Comunes" diese Brücke gebaut, damit sie sich nicht auf die Stimmen (und Bedingungen) der katalanischen Nationalisten von ERC stützen musste.
In Valencia bestätigte eine Linkskoalition aus Compromís und PSOE Joan Ribó (Foto) als Bürgermeister im Amt.
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Das neue Regierungsbündnis zwischen PSOE und Compromís für die Comunitat Valenciana hat das Wahlversprechen einer vorzeitigen Beendigung der Konzession für die öffentliche Gesundheit in der Marina Alta noch vor der Einsetzung der neuen Landesregierung über Bord geworfen. Bis zu den Wahlen wurde noch simuliert, dass der vorzeitige Rückkauf der Konzession von der Privatfirma "Marina Salud" unmittelbar bevorstehe. Jetzt, so die spanische Presse, verweise Ministerpräsident Ximo Puig (PSOE) darauf, dass das Gesundheitswesen mit Auslaufen der Konzession im Jahre 2024 ohne Mehrkosten für die Landeskasse wieder in die öffentliche Hand zurück falle.
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Das spanische Gesundheitsministerium hat angekündigt, Medikamente zum Abgewöhnen des Rauchens zu bezahlen. Den Ausschlag für den Sinneswandel gab, dass Erhebungen über Alkohol und Drogen von 2015 und 2017 erbrachten, dass in zwei Jahren die Zahl der täglichen Raucher um 3 % auf ein Drittel angestiegen war, vor allem bei den jungen Leuten. Zudem haben sich die Todesfälle an Lungenkrebs bei den Frauen in zwei Dekaden verdoppelt. Die Regierung gab zu, dass sich in der Durchsetzung der eigentlich recht strikten Gesetze aus den Jahren 2005 und 2011 zur Behinderung des Rauchens zuletzt eine gewisse Nachlässigkeit eingeschlichen habe. Pro Jahr werden 52.000 Todesfälle mit dem Nikotin in Verbindung gebracht.
Die katalanische Regierung arbeitet an einem neuen Gesetz, dass Rauchen auch in Privatfahrzeugen verbieten soll, unabhängig davon, ob Kinder an Bord sind, sowie in Sportanlagen und an Bushaltestellen unter freiem Himmel. Mit einer Info-Kampagne sollen erneut die Jugendlichen auf die Gefahr des Rauchens hingewiesen werden, mit Schwerpunkt auf elektrischen und Dampf-Zigaretten sowie Wasserpfeifen.
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Spanien hat von den Vereinten Nationen die Absetzung von zwei Mitgliedern der UNO-Arbeitsgruppe über "Willkürliche Verhaftungen" gefordert. Der Mexikaner und der Südkoreaner hatten die Verhaftung der katalanischen Politiker Oriol Junqueras, Jordi Sánchez und Jordi Cuixart im Zusammenhang mit dem illegalen Referendum vom 1. Oktober 2017 als willkürlich kritisiert. Die beiden hatten ihn ähnlichen UNO-Menschenrechts-Gremien mit dem britischen Anwalt Ben Emerson gearbeitet, der die drei Politiker vertritt.
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5 Jahre nach seinem Verzicht auf den spanischen Thron zugunsten seines Sohnes Felipe VI hat der ehemalige spanische König Juan Carlos I seinen Rücktritt aus dem öffentlichen Leben vollzogen. Er wird keine "institutionellen Termine" mehr wahrnehmen.











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Die Durchschnittstemperaturen in Spanien lagen laut staatlichem Wetterdienst AEMET seit 2011 nur in einem Jahr (knapp) unter dem Mittelwert von 15,1 Grad der vorhergehenden drei Jahrzehnte 1980-2010, in 5 Jahren (2011, 2014-17) bei 16 Grad. Die Sommer dauern laut AEMET 5 Wochen länger als Anfang der 80er Jahre. Die Landesteile, deren Klima jetzt als semiarid oder "semidesértico" bezeichnet werden sind auf 30.000 Quadratkilometer gestiegen, rund 6 % der Fläche Spaniens, Tendenz weiter zunehmend.
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Das Wahldesaster für die Partei "Podemos" von Pablo Iglesias, das sich in unserer Region in eine Serie von Niederlagen und gescheiterten Kandidaturen für die Stadträte übersetzte, fand seine Entsprechung auch in den beiden spanischen Metropolen:
In Barcelona musste die Podemos-Liste "En Comú" von Bürgermeisterin Ada Colau um 5.000 Stimmen Platz 1 den katalanischen Republikanern überlassen und deutete bereits ihre Bereitschaft an, im Sinne eines Linksbündnisses ERC den Vortritt zu lassen. Ein Bündnis dieser beiden Parteien mit den Sozialisten würde rund 60 % der Wähler von Barcelona repräsentieren.
In Madrid muss die Podemos-Bürgermeisterin Manuela Carmena ihren Stuhl für ein Dreierbündnis aus PP (von 21 auf 15 Sitze), Ciudadanos (von 7 auf 11) und Vox (4) räumen. Sie verlor die Unterstützung des Podemos-Apparates, weil sie mit dem innerparteilichen Iglesias-Widersacher Iñigo Errejón eine neue Allianz eingegangen war. Diese verlor ein Mandat (von 20 auf 19), ebenso wie Koalitionspartner PSOE (von 9 auf 8), so dass es für ein neues Rechtsbündnis nach andalusischem Vorbild im 57-köpfigen Stadtrat von Madrid reichen würde und PP, Cs und Vox bereits Verständigung signalisiert haben.
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