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Raum Benidorm / Provinz Alicante
Der Provinz-Organismus für die Eintreibung kommunaler Steuern und Abgaben, SUMA, streckt den Städten und Gemeinden zu Beginn des Jahres 283 Millionen Euro auf die Zahlungsphasen von März bis Anfang Mai und von August bis Anfang Oktober vor. Fast 130 haben bereits den "anticipo" beantragt. SUMA nimmt für diese Auszahlungen mehrere Kredite auf, die beinahe zinslos sind.

Im schlechtesten Januar seit acht Jahren ist die Arbeitslosigkeit in der Provinz Alicante um 3.300 gestiegen. Der Verlust von 11.000 Beitragszahlern in der Seguridad Social ist die höchste Zahl für die Costa Blanca in einem Januar seit 2012.

Was zu erwarten war, seit vor über einem Jahrzehnt die Polizei sieben Verdächtige eines Mordkomplotts aus politischen und finanziellen Motiven gegen den Bürgermeister von Polop ueberhastet verhaftet hatte, obwohl nur die Aussage eines später geschützten Zeugen aus dem "Milieu" vorlag: Das Schoeffengericht sprach fast zwölfeinhalb Jahre nach dem Mord alle Angeklagten aus Mangel an Beweisen frei.





















Die Benidormer Trink- und Abwasserfirma "Hidraqua" will in den nächsten acht Jahren 26,5 Millionen Euro in Leitungserneuerungen und weitere Infrastrukturen investieren. Ein Viertel dieser Investitionen soll bereits 2020 getätigt werden. Begonnen wird mit der Verbesserung des Wassernetzes in einem Bereich von Ametlla de Mar.

Spezial-Taucher bargen am Mittwoch Morgen, 22. Januar 2020, die Leiche eines 67-Jährigen in La Nucía aus dem Algar-Fluss in Callosa d´En Sarrià. Der Mann ist das 4. Todesopfer des Unwetters Gloria, dass 33 Provinzen betraf, aber besonders die valencianische Küste verheerte (wir berichteten). Das Unwetter ereilte den Senioren auf dem Weg von Benidorm zu seinem Landhäuschen in Callosa. Das Auto war zuvor in einer vollständig überschwemmten Zone auf dem Gemeindegebiet von La Nucía gefunden worden.

Der Prozess gegen das des Mordes am Bürgermeister der Hinterlandgemeinde Polop de la Marina vor zwölfeinhalb Jahren verdächtige siebenkoepfige Komplott unter Führung von Ponsodas Vorgänger und Nachfolger an der Gemeindespitze steuert vielen langjährigen Beobachtern des Falles auf Freisprueche zu. Wenn nicht noch eine grosse Überraschung passiert, so langjährige Beobachter des Falles, basiere die Anklage ausschließlich auf der Aussage eines "geschützten Zeugen" mit neuer Identität, dem seinerzeit der Mordauftrag angeboten worden sein soll und der kurz darauf das Komplott im Bordell Mesalina in Finestrat gehört haben will. Allerdings verfügt die Verteidigung über zahlreiches Polizei-Abhörmaterial aus Drogenhandel-Untersuchungen, aus dem laut spanischer Presse hervor gehe, dass der Mann seinerzeit gar nicht im Mesalina arbeitete, wie er angegeben hat.
Das Problem: Seinerzeit fasste die Polizei offenbar zu schnell zu, weil einer der Verdächtigen eine Geschäftsreise nach China plante, die für einen Absetzversuch gehalten wurde. In der folgenden mehrjährigen Untersuchungshaft gab es keinerlei Geständnis oder weiteres Belastungsmaterial. Mehrere Untersuchungsrichter brachten den Fall über die Jahre nicht weiter.
-cgb-


Vor einem Schwurgericht der Audiencia Provincial von Alicante wird in der zweiten Januarhälfte 2020 der Mord an dem Bürgermeister von Polop de la Marina, Alejandro Ponsoda, im Oktober 2007, verhandelt. Hundert Zeugen sind vorgeladen. Die Staatsanwaltschaft fordert insgesamt 180 Jahre Haft für 7 Beteiligte an einem Mordkomplott unter Führung des Ponsoda-Vorgängers und Nachfolgers und PP-Parteifreundes Juan Cano. Weil seinerzeit die Polizei zu schnell zufasste und keiner der Verdächtigen in der mehrjährigen Untersuchungshaft gestand, bleibt als Beweis der Anklage offenbar wenig mehr als die Aussage eines kriminellen "geschützten Zeugen", dem zuvor der Auftragsmord angeboten worden sein soll und der die erneuten Mordpläne in dem Bordell eines der Angeklagten gehört haben will.

Mit einer dünnen Schneedecke wurden zum zweiten Januar-Wochenende 2020 die höheren Lagen der Sierra de Aitana überzogen. Schon tags darauf blieb nur noch etwas Schnee auf dem Waldweg zwischen Font de l´Arbre und Font de Forata übrig.

Der Flughafen Alicante-Elche will ein System für Zweitnutzung von Wasser installieren, mit dessen Hilfe sich mehr als ein Sechstel des Wasserverbrauchs einsparen lässt, pro Jahr das Äquivalent von sieben olympischen Schwimmbecken. Sowohl das genutzte Wasser aus den Waschbecken soll gereinigt und neu verwendet werden, ebenso das Kondenswasser aus den Klimaanlagen des Flughafens, der pro Jahr von rund 14 Millionen Passagieren genutzt wird. Die Sekundärnutzung findet in den insgesamt 350 Toiletten des Komplexes statt.

Mit einer Zunahme von bis zu 30 % des Verkehrs auf der (erstmals seit 40 Jahren) seit 1. Januar 2020 kostenlosen Autobahn AP-7 von Alicante bis Tarragona rechnet die spanische Regierung. Die Folge werde eine Verminderung der Unfälle und der Verkehrstoten auf der alternativen Nationalstrasse N-332 sein, die sich besonders in der Marina Alta durch eine grosse Gefährlichkeit auszeichnet, so Infrastruktur-Minister José Luís Ábalos (PSOE).
Die Bürger sparen auf der AP-7 zwischen Alicante und Tarragona Nutzungsgebühren von 230 Millionen Euro ein, so die spanische Presse, die Regierung vergibt einen Wartungsauftrag von einem Zehntel dieser Summe, was ein Schlaglicht auf die Rentabilität des Autobahnbetriebes wirft.













An den Kuesten der Provinz Alicante landeten ueber Weihnachten mehr als 80 nordafrikanische Bootsfluechtlinge, darunter ein Dutzend in Calpe, waehrend vor Javea eine "patera" mit anderthalb Dutzend Fluechtlingen aufgegriffen wurde.

Für das Haushaltsjahr 2018 hat die Stadt Benidorm einen Überschuss von 30 Millionen Euro verabschiedet. Das Rathaus teilte mit, dass dieses Dokument auch einer unabhängigen Institution zur Prüfung vorgelegt worden sei. Für 2017 betrug der Überschuss 17,5 Mio Euro. Die Bankschulden Benidorms wurden 2018 von fast 50 auf 36 Millionen Euro gesenkt.

Mit einer verblüffend einfachen -und noch verblüffend spät entschiedenen- Massnahme hat die valencianische Eisenbahnverwaltung zur Entschärfung der Verkehrssituation an der Benidormer Zufahrts- und Ausfahrtsstrasse Avenida Beniardà beigetragen, wie die spanische Presse jetzt berichtet hat: Die Schranken des höhengleichen Bahnübergangs werden demnach jetzt nicht mehr 7 sondern nur noch 2 Minuten gesenkt...

Die Trinkwasser-Versorgung im Marina-Alta-Kreis ist für das Jahr 2020 gesichert. Nach den jüngsten Regenfällen liegen die Stauseen Guadalest und Amadorio mit 9 und 7,5 Hektokubikmetern bei 80 und 60 % ihrer Kapazitäten. Zudem sind wichtige Brunnen wie die von Polop und Beniardá aufgefüllt worden.

Nach mehrmonatigen archäologischen Arbeiten ist Ende November die Plaza del Castell von Benidorm wieder für Besucher geöffnet worden. Von den Baukosten von 1,2 Mio Euro trug die Europäische Union 500.000. Die Zone der späteren Festung, eingerichtet im 16. Jahrhundert, war den Ausgrabungsergebnissen zufolge erstmals im 13. Jahrhundert besiedelt. Was dem Projekt noch fehlt ist die Beleuchtung und Massnahmen gegen die Bildung von Feuchtigkeit, so Benidorms Bürgermeister Toni Pérez. Am spanischen Verfassungstag 6. Dezember soll erstmals ein Ratsplenum auf dem Gelände des Castillo zwischen den Hauptstränden der Tourismusmetropole abgehalten werden.

Unter den Augen des Rathauses von Benidorm war auch in der abgelaufenen Sommersaison das ohne städtische Öffnungsgenehmigung betriebene Restaurant auf der Isla de Benidorm geöffnet. Seit Jahren zuckt laut spanischer Presse das Ayuntamiento unter dem sozialistischen Bürgermeister Navarro und unter seinem PP-Nachfolger Pérez die Achseln: "Zuständigkeit der staatlichen Küstenverwaltung". Jetzt hat die Valencianische Agentur gegen den Betrug bei der Staatsanwaltschaft ein Gutachten eingereicht mit möglichen Vergehen durch die Eigentümer des seit über 50 Jahren auf nicht privat nutzbarem Gelände geöffnetem Lokal, zudem auf der Insel im Naturpark Serra Gelada.





















Nach einer Verfolgungsjagd nahm die Policía Nacional von Benidorm drei junge Leute, zwei davon Minderjährige, fest, die in einen Pub eingebrochen waren. Die Polizei war zu einer Schlägerei gerufen worden, die sich bereits aufgelöst hatte und entdeckte die drei Einbrecher. Die Kasse der Bar hatten die Fliehenden bei einem Spielplatz weggeworfen.

Sieben ist die Zahl der "denominaciones de origen", der gesetzlich geschützten Produkt-Ursprungsmarken der Alicante, die ein besonderes Qualitäts-Distinktiv darstellen und ohne die konkrete geographische Herkunft nicht denkbar wären: Vinos (Weine) de Alicante,
4 Bebidas (Getränke) Espirituosas de Alicante, Anís Paloma de Monforte del Cid, Uva (Weintraube) Embolsada (in Tüten, vor allem für den Silvesterbrauch der 12 Trauben) del Vinalopó, Kirschen aus den Bergen von Alicante, Nísperos (Mispeln) aus Callosa d´Ensarrià und 18 weiteren Gemeinden der Marina Baixa, Turrón aus Alicante und Jijona, Granada Molla aus Elche.

Gescheitert ist an der Promenade des Poniente-Strandes von Benidorm das Experiment mit einer Holzbühne im unteren Bereich. Nach zahlreichen Reparaturen werden jetzt die 5.400 Quadratmeter durch einen Beton ausgetauscht, der ein ähnliches Aussehen wie Holz haben wird.

Mit dem Hotel Tryp Valencia Feria verleibt der Benidormer Hotel-Unternehmer das sechste Hotel in drei Jahren seiner Kette Port Hotels ein, das zweite in der Hauptstadt des Landes Valencia. Mayors Ziel, so die spanische Presse, besteht in einem Jahresumsatz von 60 Millionen Euro.

Die Stadt Benidorm will im Bebauungssektor 2/1 oberhalb des Poniente-Strandes eine Aussichtsplattform und einen Parkplatz für 450 Fahrzeuge genehmigen. Die Kosten von 950.000 Euro für das Projekt gehen zu Lasten der Bebauungsfirma TM Grupo Inmobiliario. Es bedeutet die endgültige Zusammenführung der Avenida Vicente Pérez Devesa mit dem Paseo Marítimo. Vor allem im Sommer leidet die Zone seit vielen Jahren unter chronischem Parkplatzmangel.

Um ein Zehntel sind zuletzt die Exporte der Provinz Alicante im Sektor Obst und Gemüse gestiegen. Mit mittlerweile 1,5 Milliarden Euro pro Jahr untermauert das Exportvolumen der Landwirtschaft, das seit zehn Jahren kontinuierlich wächst, nach den Schuhen Platz 2 bei den Exportprodukten der Costa Blanca. Abzuwarten bleibt, welchen Schaden die Gota Fría vor allem im Süden der Provinz angerichtet hat.

In 9 von 10 Fällen ziehen die Angehörigen von verstorbenen ausländischen Residenten in der Marina Alta die Verbrennung der normalen Bestattung vor. Das liegt nicht am Preis, der zum Beispiel in Dénia mit 4.000 zu 4.500 Euro nicht solch einen grossen Unterschied bedeutet. Vielmehr, so berichtete die Zeitung Las Provincias nach Befragung von mehreren Beerdigungsunternehmen, ist Grund der, dass ein Fünftel bis ein Viertel der Ausländer die Asche ihrer Toten mit in das Heimatland nimmt, wie es zuvor die Betroffenen angeordnet hatten.
Bei den Spaniern liegen Verbrennung und Bestattung in etwa gleich auf, Tendenz seit einigen Jahren Richtung Kremation.

Nur jeder dritte Grundschullehrer in der Provinz Alicante, so berichtet die spanische Zeitung "Información", ist ausreichend vorbereitet, den für das laufende Jahr beschlossenen mehrsprachigen Unterricht durchzuführen, zu dem gewisse Kenntnisse in Englisch gehören.

Fast 80 Sammelgräber aus den Zeiten des Spanischen Bürgerkrieges und der Franco-Diktatur sind in der Provinz Alicante bisher identifiziert worden. Erstmals werden jetzt aus den "fosas comunes" menschliche Überreste ausgegraben und identifiziert, damit sie von ihren Familien ein ordentliches Begräbnis erhalten können.





















Eine Beibehaltung der Autobahngebühren auf der AP-7 im Land Valencia für weitere 40 Jahre fordert der spanischen Presse zufolge die Handelskammer der Provinz Alicante. Die Bundesregierung in Madrid hatte entschieden, dass die Nutzung der Autobahn ab Januar 2020 gratis sein soll. Der Vorschlag der Cámara de Comercio sieht Vergünstigungen für Anwohner der an der AP-7 gelegenen Städte und für Transporteure von Waren vor.

Das Land Valencia hat die Städte und Gemeinden der Provinz Alicante gemahnt, Vorsichtsmassnahmen gegen eine neue Gota Fría zu treffen, die ab Montag, 21. Oktober 2019, angekündigt ist. Ab Montag Nachmittag und Dienstag ist demnach mit lokal starken und andauernden Regenfällen zu rechnen. Besondere Vorsicht ist in der Nähe von Flüssen und "barrancos" geboten, die sehr schnell anschwellen oder plötzlich viel und reissendes Wasser führen können.

Von der geplanten Einrichtung von WiFi auf dem 1.400 hohen Berg Puig Campana von Finestrat im Hinterland der Marina Baixa hat die spanische Presse berichtet. Die Massnahme soll die Sicherheit der Wanderer verbessern, die mittels einer App leichter zu lokalisieren sein werden, welche "avisos" direkt an die Polizei weiterleitet. Ausserdem soll die verbesserte Internet-Verbindung bei der Brandverhütung helfen.

Der Teilbebauungsplan "Ensanche Levante" von Benidorm sieht für die nächsten beiden Jahrzehnte den Bau von bis zu 20 Wohnblocks und Hotels vor, womit das Unterbringungsangebot der Stadt um bis zu 15 % steigen könnte. Zwei Drittel der Fläche von insgesamt 600.000 Quadratmetern wird Strassen und anderen öffentlichen Zwecken gewidmet, auf gut 200.000 wird unter Beibehaltung des "Modelo Benidorm" vertikal gebaut, um am Boden Fläche zu gewinnen, so die Zeitung "Información".

In den Farben der Landesflagge ("senyera") erstrahlten am valencianischen Landesfeiertag 9. Oktober Hotels der Benidormer Hotelgruppe "Servigroup", wie die Zeitung "Información" berichtete. Das Beleuchtungssystem für die Fassade, das zum Beispiel am Hotel Calypso installiert wurde, stammt aus Las Vegas.

In 72 Städten und Gemeinden der Provinz Alicante und zweien der Provinz Valencia ist mittlerweile der Mandelschädling "Xyllela fastidiosa" (Feuerbakterie) vertreten. Alle almendros im Umkreis von hundert Metern eines betroffenen werden auf Grund der europäischen Richtlinie vernichtet. Landwirte aus dem bergigen Hinterland sind trotz dieser rigiden Politik der Meinung, dass "die Xylella in 5 bis 10 Jahren alle almendros vernichtet haben wird". Denn der Schädling nutze auch andere Pflanzenarten, bei denen keine Massnahmen getroffen werden. In anderen Ländern sind bereits Olivenbäume betroffen.
Deshalb, so die Bauern in der Zeitung "Información", solle man sie wenigstens noch die Früchte tragenden Exemplare nutzen lassen. "Nicht einmal das Holz lässt man uns nutzen, und der Winter ist lang hier oben in den Bergen." Die Entschädigung entsprechend einer Jahresproduktion eines Baumes greife viel zu kurz.
Die "komplett" von der Feuerbakterie betroffenen Kommunen:
Alcalalí, Almudaina, Altea, Balones, Benasau, Beniarbeig, Beniardá, Benidoleig, Benifato, Benigembla, Benillup, Benimantell, Benimarfull, Benimassot, Benimeli, Benissa, Bolulla, Callosa d'En Sarrià, Calp, Castell de Castells, Dénia, El Castell de Guadalest, Benitachell y El Ràfol d'Almúnia. También El Verger, Els Poblets, Facheca, Famorca, Gata de Gorgos, Gorga, La Nucia, La Vall d'Alcalà, La Vall de Laguar, Llíber, Millena, Murla, Ondara, Orba, Parcent, Pedreguer, Polop, Quatretondeta, Sagra, Sanet y Negrals, Senija, Tàrbena, Teulada, Tollos, Tormos, Jávea und Xaló.
Teilweise betroffen:
L'Atzúbia, Alcocer de Planes, Alcoleja, Beniarrés, Benidorm, Benilloba, Cocentaina, Confrides, Finestrat, L'Alfàs del Pi, L'Alqueria d'Asnar, Lorcha, Muro de Alcoy, Orxeta, Pego, Penàguila, Planes, Sella, La Vall d'Ebo, Vall de Gallinera y Villajoyosa.
Und in der Provinz Valencia: Oliva und Villalonga.

Die Polizei hat sieben Flüchtlinge aus Nordafrika aufgegriffen, deren Boot ("patera") am Almadrava-Strand von Benidorm gefunden worden war. Vier Personen wurden im Naturpark Serra Gelada mit Hilfe eines Drons entdeckt.

Einen Umschlag mit 4.430 Euro hat der Alicantiner Taxifahrer Vladimir Macia der Polizei übergeben. Den hatte er nach seinem Arbeitstag am Freitag, 13. September 2019, auf dem Rücksitz gefunden. Auf einem begleitenden Papier stand 3.700 Euro, die der taxista seiner Zentrale meldete, wo sich der eventuelle Verlierer melden würde. Später zählte er nach und fand heraus, dass die Summe noch höher war. Als sich zwei Wochen niemand gemeldet hatte, übergab der Taxifahrer das Geld der Ortspolizei von Alicante.





















Mehr als 18.000 Menschen über 70 arbeiten laut offizieller Statistik in der Provinz Alicante. Ziel ist meistens, eine niedrige Rente aufzubessern. Die Anzahl der bei der Sozialversicherung über ihr Pensionierungsalter hinaus in der Seguridad Social als aktiv Gemeldeten stieg in der Provinz in einem Jahr um 15 %, so die Zeitung Información.

Einen von knapp zwei Dutzend geschätzten überlebenden Albino-Tiger der Welt entdeckte das Ayuntamiento von Alicante im Stadtteil El Rebolledo, in einem privaten Chalet. Jetzt, so die spanische Presse, wird untersucht, wie das Tier -illegal- dorthin kam und -illegal- dort gehalten wurde.

Portugal ist das Land, aus dem -nach Grossbritannien- die zweitmeisten ausländischen Touristen nach Benidorm kommen. Mit intensiven Werbebemühungen versucht die Stadt Benidorm den Rückgang der britischen Besucher durch Franzosen und eben Portugiesen aufzufangen. Zumindest eine Minderung des Touristenrückganges hat sich in der bisherigen Saison dadurch erreichen lassen, so die lokale Benidormer Presse.

Die Policía Nacional rettete am Freitag, 13. September 2019, morgens um 4 Uhr bei KM Playa von Benidorm einen Kolumbianer aus dem Meer, der mit dem Gesicht nach unten bei starker Welle an unübersichtlicher Stelle auf dem Wasser trieb. Als der Mann gleich anschliessend wieder ins Wasser wollte, hielten ihn die Polizisten auf und wurden darauf hin von ihm angegriffen, unter anderem mit Tritt gegen das Schienbein. Die Beamten nahmen den Mann vorläufig fest und hatten ihre liebe Mühe mit der Frau, die sie zunächst im Hilfe angerufen hatte und sie nun beleidigte und lautstark die Freilassung ihres Begleiters forderte. Die Frau wurde ebenfalls angezeigt.


Dem Klimawandel hat die spanische Zeitung "Información" die Steigerung der normalen Niederschlagsmenge in der Provinz Alicante zwischen September 2018 und August 2019 zugerechnet. Dabei konzentrierte sich dieser Regen fast vollständig auf drei grosse Episoden.

Die Diputación de Alicante hat die neue Reihe der Online-Spanisch-Kurse für Ausländer freigeschaltet. In den letzten Jahren haben 7.000 Personen an den kostenlosen Kursen teilgenommen, in denen zu Beginn jeder Teilnehmer seinen Kenntnissen entsprechend eingestuft wird. Zur Teilnahme für Menschen, die in einer der Städte und Gemeinden der Provinz Alicante gemeldet sind, sind lediglich ein Computer mit Internetanschluss, ein Mikro und Kopfhörer vonnöten. Die Kurse dauern etwa ein Jahr und sind zu erreichen unter:
http://www.ciudadanosextranjeros.es


Invasoren mit Hörnern: In ganzen Herden kommen die vor allem aus den Bergzonen der nordafrikanischen Sahara stammenden Arruí-Bergschafe mittlerweile im Süden der Provinz Alicante vor. In Elda, Monforte oder Aspe sichern sie sich zum Leidwesen von Landwirten und privaten Gartenbesitzern einen Teil der Ernte.

Zwei Jahre lang hatte es keine Drogenfunde gegeben an den Küsten der früher als Einfallstor für Haschisch aus Nordafrika geltenden Provinz Alicante. Aber im August 2019 wurde die Polizei in zwei Wochen fünf Mal fündig: in Dénia, Playa de San Juan und drei Mal in Alicante-Urbanova, zusammen 150 Kilo. Die Pakete, die von unter Polizeidruck geratenen Kurieren von Bord geworfen werden, gehen nicht sofort unter, und erst nach mehreren Tagen ist ihr Inhalt unbrauchbar. Die jüngsten Funde waren offenbar schon älter, weshalb kurzfristige Verhaftungen unwahrscheinlich seien.
Die letzte bekannt gewordene grosse Drogenanladung geschah im April vor El Capello. Eine Bande wollte der anderen die "Ware" "abnehmen", es fielen Schüsse, damals tauchte keine Droge auf. Fischer, denen die Pakete ins Netz gehen, werfen sie aus Furcht vor Papierkram und Zeitverlust oft zurück ins Meer. 2009 nahm die Polizei 2 Fischer und 6 Personen aus Jávea fest, die mit einer Drogenmafia zusammengearbeitet hatten.





















Bei einem Konzert mit Musik aus den 80ern und 90ern inklusive "Homenaje a la Ruta" war das Benidormer Freiluft-Auditorium "Julio Iglesias" im Parque d´Agüera bis auf den letzten Platz ausverkauft. Unter der Anleitung von Bartual brachten Jerry Daley, Double You, Tina Cousins, Double Visión, die Discjockeys Space, Arturo und Roger sowie Batiste, Chumi, Los Gemelos, José Conca, Kike Jaen, Paco Garcia, Tonet Marza, Vicente Ferrer und Víctor Pérez das Publikum zum Tanzen, bevor ein Musikfeuerwerk den krönenden Abschluss bildete.
Das Festival soll im nächsten Jahr nicht nur in Benidorm wiederholt werden, sondern auf Valencia ausgedehnt werden.

Die Stadt Benidorm hat in der ersten Augusthälfte die Zufahrt von 600.000 Pkw gemessen. Dies bedeutet gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum eine Steigerung von fast 8 %. Die am meisten betroffene Zufahrts-Strasse ist die Avenida Beniardà.

Ein junger britischer Tourist wurde in Benidorm von einer Gruppe "trileros" brutal zusammengeschlagen, nachdem er eine Gruppe von Landsleuten vor dem betrügerischen Hütchenspiel gewarnt hatte. Ein Freund des Briten nahm den Angriff auf und informierte in dem Video, das die Zeitung "El Mundo" aufgriff, über die Hintergründe:
http://www.elmundo.es/comunidad-valenciana/2019/08/21/5d5d02abfc6c8389078b467d.html
Wenige Tage zuvor hatte ein Richter einer Gruppe der in den Strassen von Benidorm allzu bekannten Hütchenspieler den Aufenthalt im Stadtzentrum verboten.
Die Polizei hofft, dass nach diesem gewaltsamen Zwischenfall endlich der Gesetzgeber tätig wird, wie es die Gesetzeshüter schon lange fordern. Das Hütchenspiel müsse vom "Vergehen" zum "Delikt" heraufgestuft werden, erst dann könne die Polizei an Stelle des bisherigen Katz-und-Maus-Spiels ernsthaft gegen die Stadtplage "trileros" vorgehen. Bisher war für eine Handhabe gegen die Hütchenspieler deren Widerstand gegen die Staatsgewalt vonnöten, wenn diese ihnen empfahl, sich mit ihrer Aktivität zurückzuziehen. Und selbst dann noch gibt es Urteile höherer Instanzen, die erstinstanzliche Verurteilungen von "trileros" aufhoben.

Von einem erneuten Quasi-Zusammenbruch der Notaufnahme des im Sommer hoffnungslos überforderten Kreiskrankenhauses von Villajoyosa hat die spanische Presse berichtet. Wartezeiten von bis zu sechs Stunden wurden gemeldet, weil in diesen Wochen die Urlaubszeit für etliche Angestellte sowie eine starke Zunahme der Bevölkerung zusammen kommen.

Ein mit Hilfe von Drohnen erstelltes Video von Zonen in der Marina Alta und Marina Baixa, die vom Mandelschädling Xylella Fastidiosa (Feuerbakterium) betroffen oder bedroht sind, hat José Luís Luri ins Internet gestellt. Dort sind Folgen der in der Region viel kritisierten Bekämpfung durch kompromisslose Abholzung der umgebenden "almendros" bei Auftreten des Schädlings zu beobachten. Das Plädoyer: Man werde lernen müssen, mit dem Schädling zu leben und eine weniger rigide Abholzungspolitik zu betreiben. Die Luftaufnahmen stammen aus den Gemeinden Alcalalí, Benigembla, Benimantell, Benissa, Calp, Castell de Guadalest, Llíber, Murla, Parcent, Polop und Xaló
Zum Video, das in kurzer und langer Version von "Marina Plaza" veröffentlicht wurde:
http://lamarinaplaza.com/2019/08/05/el-video-que-sobrevuela-11-pueblos-de-la-marina-mutilados-por-la-xylella/


Nach Zahlen der Gastgewerbe-Vereinigung Hosbec von Benidorm soll die Anzahl der Hotelbetten in den nächsten drei Jahren um 30 % steigen, von derzeit 43.000 auf dann 56.000. Das berichtete die Zeitung El Mundo.

Der staatliche spanische Wetterdienst hat für die Provinz Alicante eine Hitze-Wetterwarnung für das zweite August-Wochenende 2019 herausgegeben, vor allem aber für Freitag, 9. August 2019. Im Inneren der Provinz werden bis zu 43 Grad angekündigt, dabei soll Onteniente die am Mittwoch aufgestellte Höchstmarke von 41 Grad in Novelda übertreffen. An der Küste mildert der Meerwind die Hitze, der jedoch immer schwächer wird und später kommt und es immer weniger weit ins Land hinein schafft. Für die Provinzhauptstadt Alicante werden 32 und 24 Grad vorausgesagt, wobei die Tagestemperaturen erheblich unter den für die Landeshauptstadt Valencia (41) prognostizierten liegen.

Trotz der sommerlichen Waldbrände hat in den letzten beiden Jahrzehnten die Waldfläche in der Provinz Alicante um ein Zehntel zugenommen. Trotzdem schreitet die Versteppung und der Verlust an fruchtbarem Boden voran. Zudem bedeutet die Vernachlässigung früherer bebauter Fläche ein verstärktes Waldbrandrisiko. Immerhin bekämpfen viele Gemeinden dies mit Reinigungsbrigaden aus Arbeitseschaffungsmassnahmen für Wälder und ungenutztes Anbaugelände.

2018 ist erstmals seit 2013 die Zahl der in der Marina Alta gemeldeten Ausländer gestiegen, um 2.000 auf 55.500. Jeder 3. offizielle Anwohner im Kreis ist Ausländer. Nach dem grossen Schnitt von 90.000 auf 65.000 in nur einem Jahr mit Beginn der von Madrid verfügten Eliminierung der "Karteileichen" sank die Zahl vier weitere Jahre bis 2017, bis die Rathäuser ihre Residenten und Langzeiturlauber nachdrücklicher an ihre neue periodische Meldepflicht (alle 2 und 5 Jahre) erinnerten.





















In nur 7 Monaten hat die Stadt Benidorm rund 1.000 Wohnungen neu registriert, die für touristische Vermietung genutzt werden. Dabei, so die spanische Presse, sei kaum ein Antrag abgelehnt worden, weil die jüngste Anpassung des entsprechenden Landesgesetzes die Vereinbarung von touristischer und normaler Nutzung von Wohnimmobilien erheblich erleichtert habe, vor allem von Appartements.

Seine erste Renovierung erlebt das 200 Meter hohe Benidormer Rekord-Gebäude "InTempo" beim Poniente-Strand bereits vor seiner Einführung. Die Küchenbereiche in den meisten der über 250 Wohnungen werden verändert, der Lichteinfall korrigiert, vor allem die oberen der 47 Etagen völlig anders gestaltet, als vorgesehen: In den Nobeletagen erhalten alle Appartements Meerblick, das Dach und das oberste Stockwerk werden Gemeinschaftsnutzung z. B. zwei Sporträume, Spa, Aussichtsplattform und Lounge vorbehalten sein. Im Erdgeschoss wird das geplante Schwimmbad vergrössert und mit fast 300 Liegestühlen versehen.
Die Verwalter der Firma Uniq Residential wollen die Kontrolle und eine gewisse Exklusivität behalten, wie sie der Zeitung El Mundo eröffneten. Das Restaurant soll nicht der Aussennutzung freigegeben werden, die Ferienvermietung durch die Zentrale erfolgen.
InTempo wurde 2006 begonnen, blieb jedoch während der Immobilienkrise stecken, die staatliche "Bad Bank" Sareb "erbte" 2012 von der Bank "Novacaixagalicia" den noch nicht fertigen Turm und 108 Millionen Euro darauf lastenden Schulden. Schliesslich kaufte der Investments-Fond SVP Global das offiziell zu 93 % fertig gestellte Gebäude und widmet sich nun neben der Fertigstellung der gleichzeitigen ersten Modernisierung. Die in den noch nicht abgeschlossenen oberen Etagen leicht zu realisieren sein wird.
Ein Viertel der Appartements ist bereits verkauft, die ersten sollen im nächsten Jahr endgültig fertig gestellt sein. Die meisten spanischen Kunden kommen vor allem aus Madrid, Kastilien und dem Baskenland, die ausländischen vornehmlich aus Grossbritannien, Russland, Skandinavien und Benelux.

Als eine Frau auf der Avenida Puchades von Callosa d´Ensarrià von einem Strassenräuber um ihr Portemonnaie erleichtert wurde und um Hilfe rief, schritt der zufällig vorbei laufende Bürgermeister Andrés Molina (PP) unerschrocken ein und hielt den flüchtenden 47-jährigen Spanier aus Valencia auf und dann fest, bis die Polizei kam. Dabei half ihm der Ehemann der bestohlenen Dame. Bürgermeister Molina verletzte sich am Kopf, seine Frau erhielt ihr Portemonnaie zurück, und der Ganove muss sich in diesen Tagen in Benidorm vor einem Schnellgericht verantworten.
Der Stadtchef gab sich bescheiden: "Was ich getan habe, hätte jeder getan, der auf der Strasse Hilferufe hört".

Die spanische Zeitung "Información" hat den Getreide-Ernteverlust durch die Hitzewellen zu Beginn des Sommers mit mehr als 3.500 Tonnen beziffert. Der Verlust für die Landwirte betrage fast eine Million Euro.

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