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Calpe / Calp
Acht Jahre Haft fordert die Staatsanwaltschaft für den ehemaligen sozialistischen Bürgermeister von Calpe (2007 und 2008), Luis Serna, dem Konsum und Verbreitung von Kinderpornographie vorgeworfen wird. Serna war 2018 verhaftet und sein Haus durchsucht worden, ohne dass dies an die Öffentlichkeit geriet. Dabei wurden über ein Dutzend Datenträger mit Kinderpornographie (sogar Vergewaltigung von Babies, so die spanische Presse) sicher gestellt, die er auch weiter verbreitet habe. Anlässlich seines Prozesses vor dem Provinzgericht in Alicante berichtete jetzt die spanische Presse von dem Fall. Serna hatte sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, verliess auch die Partei PSOE, gab seinen Beruf als Arzt und zuletzt seine Aufgaben als Kunstlehrer ab. Er galt als Politiker guter Umgangsformen, hielt sein Privatleben von der Öffentlichkeit abgeschirmt.

Ein Hundebesitzer, der einen anderen Ende 2014 in Calpe ins Gesicht geschlagen hatte, erhielt für diesen Angriff jetzt vom Provinzgericht in Alicante eine Strafe von vier Monaten Gefängnis aufgebrummt. Das Opfer hatte im Streit seinen Hund mit dem Fuss beiseite geschubst, als der sich seinem Tier zu sehr näherte, so das Urteil. Die Strafe wurde auf Grund der langen Verzögerung des Verfahrens von anderthalb Jahren auf vier Monate verringert. Ausserdem ist eine Entschädigung von 2.000 Euro fällig.

Nicht ein abgeschleppter Parksünder bezahlt derzeit in Calpe die einschlägige Vertragsfirma, sondern das Rathaus und damit die Allgemeinheit. Dies teilte im Rahmen seiner Kritik an den schlechten Finanzierung und Ausstattung der Ortspolizei von Calpe deren Gewerkschaftsvertreter mit. Der Grund liege in der fehlenden Vergabe des Abschleppdienstes durch die Rathausspitze. Am Markttag beispielsweise werden mindestens fünf Pkw abgeschleppt, um den Markt aufbauen zu können, so der Gewerkschaftsmann. Weil sie wissen, dass die Allgemeinheit bezahlen müsse, täten sich die Polizisten mit dem Anrufen des 120 Euro teuren Abschleppdienstes schwer.

"Die Lage der Ortspolizei von Calpe ist untragbar. Die Urbanisationen sind vom Polizeidienst verlassen. Manchmal können wir auf Hilferufe aus der Bevölkerung nicht mit den notwendigen Mitteln reagieren, weil sie nicht zur Verfügung stehen". Ein katastrophales Bild von der Lage einer sowohl personell als auch von den Sachmitteln her minderbemittelten Policia Local von Calpe zeichnete in der spanischen Presse ein Vertreter der Polizeigewerkschaft. Die Nachtdienste werden nicht mehr vergütet, die Pkw sind veraltet, die persönlichen Ausrüstungen schon längst, es gibt nicht einmal eine Damentoilette. Das Gebäude ist nicht überall dicht und schon gar nicht behindertengerecht, Ratten wurden gesichtet, Die Ortspolizei von Calpe zählt 62 "agentes".

Die Oppositionspartei "Defendamos Calpe" schlägt zur Vorbeuge gegen Sturmschäden wie im Januar 2020 durch "Gloria" und die "alltägliche" Sanderosion die Einrichtung eines Deiches unter der Wasseroberfläche vor dem Fossa-Strand vor. Das solle, nach Vorbild wie Städten wie Barcelona, Tarragona oder Algeciras den auf die Küste auftreffenden Wellengang mindern und damit auch die Menge des Frühjahr für Frühjahr nachzuschüttenden Strandsandes. Ausserdem würde eine Art künstliches Unterwasser-Riff der Meeres-Flora und -Fauna beim Gedeihen helfen.
Die Idee eines künstlichen Riffs vor dem Calper Levante-Strand kam schon in den frühen 90er Jahren auf, wurde aber nicht weiter verfolgt. Defendamos Calpe regt aber auch die Beschäftigung mit anderen Küstenschutzmassnahmen an und fordert konkrete Aktionspläne für Sturmphänomene.

Das Ayuntamiento von Calpe ist unter den spanischen Rathäusern mit 840 die Nummer 3 in der Zahl der Abonnenten des Intenet-Kommunikationskanals "Telegram", hinter Vall d´Uixo und Sueca mit 1.700 und 1.500 und vor Städten wie Girona, Sevilla und Badalona. Allerdings haben sich bisher erst 70 Rathäuser in Spanien dem Dienst angeschlossen. Anmeldungen unter:
t.me/AyuntamientodeCalp


Zwei Firmen aus Jávea werden nach Meinung der Calper Opposition durch Erhöhungen von Bauvolumen in erster Strandlinie durch das Rathaus begünstigt: Construcciones Europa S.L. darf in 1. Linie in La Calalga (Levante) insgesamt 70 Meter (20 Stockwerke, 6 mehr als für die Stelle vorgesehen) hoch bauen, weil sie in La Manzanera, am anderen Ende der Stadt, den Club Social La Manzanera herrichtet. Und Gearing One S.L., Eigentümerin des Pinienwäldchens von La Manzanera, erhält ebenfalls zusätzliche Bebauungshöhe an mehreren Stellen in Calpe, weil sie das Wäldchen unbebaut lässt. Die Oppositionspartei "Defendamos Calpe" hat entdeckt, dass beide Firmen sich in der Calle Benimeli von Jávea ein Büro teilen, "zu den bestehenden Verdachtsmomenten in den Hoch-Baugenehmigungen ein weiterer hinzu".
Die sozialistische Oppositionspartei PSOE kündigte an, die Calalga-Höhenfreigabe bis 70 Meter bei der "Agencia Antifraude" anzeigen zu wollen.

Nach mehrwöchigen Ermittlungen nahm Ende Januar die Guardia Civil in Calpe einen 49-jährigen Spanier fest, der Anfang des Monats aus Rache auf dem "Jovima"-Parkplatz an der Avenida Diputación ein Motorrad in Brand gesteckt haben soll. Dabei nahm er eine Tragödie in Kauf, weil es in unmittelbarer Nähe zwei Tankstellen mit mehr als 400.000 Litern Treibstoff gibt. Der Verdächtige wurde unter Auflagen freigelassen, bis ihm der Prozess gemacht wird.

Eine "Aussen"stelle für Anwohner der Altstadt von Calpe hat das (direkt bei der Altstadt angesiedelte) Ayuntamiento an der Altstadt-Plaza Mosquit eingerichtet. Das Büro ist bis April mittwochs von 17-19 Uhr geöffnet. Das teilte die für "Dinamización del Casco Antiguo" zuständige Stadträtin Pilar Cabrera (PP) mit. Termine gibt es in der (ebenfalls bei der Altstadt gelegenen Casa de Cultura), unter 965839123 oder infocultura@ajcalp.es.

Das Rathaus von Calpe hat für das Jahr einen Kalender mit touristischen Foto-Motiven aufgelegt. Die 5.000 Exemplare werden sowohl bei Tourismus-Messen und -Workshops verteilt als auch in den Tourismusbüros an der Altstadt-Plaza del Mosquit und gegenüber von den Salinen. Die Motive hatte der Fotoklub bereit gestellt.





















Das Rathaus von Calpe hat die am Levante-Strand entstandenen Schäden durch den Januar-Sturm "Gloria" mit 1,35 Millionen Euro angegeben. Von den Regierungen in Valencia und Madrid wurde die Erklärung der Zone zum Katastrophengebiet gefordert, damit überregionale Hilfen leichter fliessen können.

Mit 4.000 kostenlos zu verteilenden Wasserflaschen gegen den Hundeurin in der Stadt und mit Strafandrohung von bis zu 650 €uro für die Nichtentfernung von Exkrementen und Urin der Vierbeiner sowie einer Info-Kampagne startet die Stadt Calpe eine neue Offensive im Kampf gegen die einschlägige Verunreinigung des Stadtbildes. Die Stadtverordneten-Versammlung hat Mitte Januar die kommunale Verordnung des Zusammenlebens entsprechend aktualisiert, vor allem aber das Strafmass hochgeschraubt, um einen grösseren Abschreckungseffekt bei den Nicht-Entfernern der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu erzielen.

Ein Youtube-Video von einem Törn von Seglern des Yachtklubs Calpe begleitet von Delphinen von Anfang Januar 2020 hat jetzt die Zeitung "Información" veröffentlicht:
http://www.diarioinformacion.com/marina-alta/2020/01/23/navegando-delfines-penon-ifach/2227032.html

Das Ayuntamiento von Calp hat erneut die vor einigen Monaten ausgelaufene Verwaltung der insgesamt 2.150 kostenpflichtige Stellplätze umfassenden Parkzonen ausgeschrieben, inklusive Abschleppdienst. Die Blaue Zone gilt montags bis samstags, die Grüne montags bis freitags vormittags, die Orangene Zone bei den Stränden im Juli und August und eine Gemischte Orangene von Mai bis Oktober zwischen 18 und 21 Uhr in der Altstadt. In die Grüne Zone werden neu aufgenommen die Avenida Masnou und die Calles Benissa, Murillo und Isaac Peral.
Die zonas "azul" und "verde" kosten 90 Cent pro Stunde und die Hälfte für Geschäftsleute und Anwohner, die "naranja" 1 €uro/50 Cent, die "naranja mixta" pauschal 5 Euro. Elektrofahrzeuge und Behinderte parken kostenlos. In folgenden Strassen können Geschäftsleute bis zu 4 tarjetas für preiswerteres Parken für Anwohner beantragen: Portalet, Almendros, Azorín, Navío, Delfín, Huelva, Oscar Esplá, Goleta, Blasco Ibáñez, Benidorm und Plaza Ifach.

Unter den zahlreichen Sturmschäden vom Sonntag, 19., und Montag, 20. Januar 2020, strich das Rathaus von Calpe die Beschädigungen am Levante-Strand "La Fossa" heraus, der besonders exponiert für die aus Nordosten heranrollenden Wellen liegt. Die Mauer der Fossa-Promenade wurde zerstört, ebenso Bänke und das Infohäuschen für Touristen. Das Wasser schaffte es hinauf bis in einige der Restaurants und Geschäfte in 1. Linie und sorgte dort für Unbill. Die Avda. Juan Carlos I parallel zu diesem Strand musste, wie üblich bei Meeresstürmen, vorübergehend gesperrt werden.
Schäden entstanden auch an den Sporthallen, auch in Calpe fielen Schulunterricht und Sportveranstaltungen aus.
In Puerto Blanco erwischte und verletzte eine grosse Welle eine fünfköpfige Gruppe holländischer Touristen, die auf die Mole geklettert waren, um Fotos von der aufgebrachten See zu machen. Einer der Touristen brach sich bei der Aktion ein Bein.
<a href="http://www.costa-info.de/galerie/main.php">Fotoalbum von den Sturmschäden am Fossa-Strand von Calpe</a>


Einen von einem Gericht offiziell gesuchten 52-jaehrigen Autoknacker nahm die Guardia Civil Ende der zweiten Januarwoche in Calpe fest. Er war in verdächtiger Weise auf einem von der Polizei überwachten Parkplatz unterwegs, in dessen Nähe zuletzt Fahrzeuge gestohlen worden waren. Aber nach dem Termin beim Richter kam der Algerien wieder auf freien Fluss, gegen den laut spanischer Presse e benfalls ein Ausweisungsverfahren läuft.

Zwei 12 Jahre alte Mädchen wurden an einem Schultag betrunken auf der Toilette der Sekundarschule von Calpe gefunden. Sie hatten sich den "Stoff" in einem nahe gelegenen Supermarkt besorgt. Eines der Kinder musste mit Ethylkoma ins Krankenhaus gebracht werden. Die angeforderte Ambulanz war erst nach über einer Stunde vor Ort, so die spanischen Medien.

Bei der nächtlichen Anzündung eines Motorrades Anfang der zweiten Januarwoche 2020 an der Avenida Diputación von Calp handelte es sich um einen Racheakt, wie die Polizei ermittelte. Die Feuerwehr verhinderte eine Tragödie, nämlich das Übergreifen des Brandes in Richtung der beiden anliegenden Tankstellen mit zusammen 400.000 Litern Sprit.

Der Kampagne der spanischen Vereinigung für Wasserver- und Abwasser-Entsorgung gegen das so genannte "Kloaken-Monster" hat sich jetzt auch das Rathaus von Calpe angeschlossen. Dabei handelt es sich um Feuchttücher, die in die Toiletten geworfen, zu grossen Umweltproblemen führen, weil sie die Kläranlagen überlasten und oft sogar in Flüssen und im Meer landen. Und im besten Fall für grosses Geld zu entsorgen sind.
115 Vereinigungen und drei Dutzend Rathäuser in ganz Spanien haben sich der Kampagne angeschlossen, die den Bürgern bei der Nutzung ihres WC die 3 exklusiven "P" ans Herz legt: "pipí, popó und papel higiénico" (Klopapier). Wer die Toilette mit dem Mülleimer verwechselt, so Calpes Bürgermeisterin Ana Sala, bürde der Allgemeinheit grosse Kosten auf und trage nicht unerheblich zur Umweltverschmutzung bei.

Unter den Städten mit weniger als 25.000 Einwohnern des Landes Valencia ist Calpe mit Einnahmen von 40 Millionen Euro vor allem durch die überdurchnittliche Zahl an Immobilien mit einem Abstand von 10 Mio E vor Cullera die unangefochtene Nummer 1. Die Oppositionspartei "Defendamos Calpe" kritisiert, dass sich diese Rekordeinnahmen nicht etwa in bessere Dienstleistungen übersetzen, sondern lediglich ein dauerhaftes Rezept sind, die aus ineffizienter und sogar illegaler Verwaltung der kommunalen Finanzen seit Jahrzehnten durch die PP entstandenen Defizite auf die Steuerzahler abzuwälzen.
Defendamos weiter: Der Calper Etat 2020 sehe 15 Mio E für Personalkosten vor, während vergleichbar grosse Gemeinden wie Altea oder Alfaz del Pí mit rund 8 Mio auskommen, grössere und ebenfalls touristische Kommunen wie Xàbia und Campello mit je 28.000 Einwohnern 12,5 und 10,5 Mio für Personal veranschlagen und San Vicente und Elda bei gleichen Personalkosten wie Calpe mehr als zweieinhalb Mal höhere Einwohnerzahlen verzeichnen.


Mehr als hundert Menschen mussten am Mittag des Neujahrstages 2020 in der Altstadt von Calpe ihre Wohnungen wegen eines Brandes von drei Wohnungen im Edificio "Las Murallas" in der Nähe des Ayuntamiento räumen. Die Feuerwehren aus Benissa und Benidorm waren rund zwei Stunden mit der Bekämpfung des heftigen Feuers und der anschliessenden Belüftung des Gebäudes beschäftigt. Der Besitzer der Wohnung im zweiten Stock, in der das Feuer ausgebrochen war -die Anzeichen deuten auf das Bügeleisen als Auslöser hin-, musste mit leichten Brandverletzungen an den Händen behandelt werden.























Mit Rolltreppen in den Strassen Murillo und Alcalde Vicente Pastor soll der Zugang in die Altstadt von Calpe erleichtert werden. Das umstrittene Projekt einer elektrischen "Rampe" für die lange Avenida Gabriel Miró mit Hilfe des europäischen "Edusi"-Fonds ist vom Tisch, aber die kleine Lösung soll im nächsten Jahr in Angriff genommen werden, so Bürgermeisterin Ana Sala (PP). Dieses und weitere Edusi-Projekte wie Erneuerungsmassnahmen am Fossa-Strand sollen Mitte Januar vorgestellt werden.

Die Stadt Calpe hat in den Sommermonaten des Jahres 2019 die Altglas-Sammlung um 3 % auf über 430.000 Kilo gesteigert. Dafür klopfte das Land Valencia Vizebürgermeister Juan Manuel del Pino bei der Verleihung der "Grünen Flaggen" des Altglas-Recyclers "Ecovidrio" auf die Schultern, weil eine besondere Mobilisierung des Hotelsektors gelungen ist. Ohne diese geht besonders beim Altglas nicht sehr viel.

Der Club Rotary Calpe-Ifach hat für den Abiturjahrgang 2019-20 der Sekundarschule Ifach von Calp einen Preis von 2.000 Euro für den oder die Studenten/in mit der besten Note im Universitäts-Zugangs-Examen ausgelobt.

Die Polizei hat in Calpe einen 55-jährigen Deutschen verhaftet und seine Auslieferung an die deutsche Justiz eingeleitet. Der Mann, dem sexuelle Übergriffe auf seine eigene 15-jährige Tochter im Jahre 2001 vorgeworfen werden, war in Calpe untergetaucht.

Es gibt jetzt ein Datum für den seit vielen Jahren erwartete Bestechungs- und Betrugsprozess gegen den früheren PP-Bürgermeister von Calpe, Javier Morató, und seine Parteifreunde im Stadtrat Juan Roselló und Fernando Penella sowie zwei Unternehmer und weitere Beteiligte an dem Müllskandal, der laut Staatsanwaltschaft vor über zwanzig Jahren mit der mit 600.000 Euro an die drei Politiker geschmierten illegalen Vergabe der Müllkonzession begann: Der Prozess, dessen Eröffnung schon vor drei Jahren angekündigt wurde, soll Ende April 2020 beginnen und in zehn Verhandlungstagen bis Juni laufen.
Viele Jahre lang wurde auf einer illegalen Anlage zu viel Müll abgerechnet, jeder Calpino produzierte offiziell über sieben Kilo Müll am Tag, in anderen Gemeinden waren es weniger als fünf. Der Stadtkasse, entstand ein Schaden von 12 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft fordert insgesamt fast 60 Jahre Gefängnis für acht Angeklagte. Morató, der 2007 sein Amt nach zwölf Jahren verlor, soll 14 Jahre hinter Gitter und 400.000 Euro Strafe zahlen, Roselló zehn Jahre und 700.000 E erhalten. Der "allgegenwärtige" Roselló-Schwager Artacho, der auch im Wasser-Skandal von Calpe aus der gleichen Zeit eine zentrale Rolle spielte, sieht sich einer Forderung von fünf Jahren Haft und 80.000 Euro Strafe gegenüber, Rosellós Ehefrau zwei Jahre und 300.000 Euro. Der dritte beteiligte PP-Stadtrat Fernando Penella soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft fünf Jahre hinter Gitter und 400.000 Euro zahlen, der zuständige städtische Beamte Juan Cervantes neun Jahre und 12.000 Euro zahlen. Für den Unternehmer Ángel Fenoll und seinen Sohn, die eine skandal- und korruptionsträchtige Geschichte mit der Partido Popular in der Provinz Alicante verbindet, sieht die "fiscalía" je sieben Jahre Haft und 100.000 Euro Multa vor, so die spanische Presse.
Morató wurde 2015 wegen Steuerhinterziehung von einer Million Euro verurteilt.

Das Rathaus von Calpe sucht nach einer Alternative für das nach La Nucía auswandernde Oktoberfest des Creativ Clubs Calpe. "Es gibt immer Alternativen", so Bürgermeisterin Ana Sala (PP). Erwägt wird eine Neuausrichtung mit anderen ausländischen Gremien wie zum Beispiel der in Calpe stark vertretenen belgischen Gemeinde, oder ein ganz neues gastronomisches Event.
Sala: "Nach 32 Jahren gehört das Oktoberfest nicht einem Verein, sondern ganz Calpe." Dem CCC seien in den letzten Jahren alle Erleichterungen seitens der Stadt zuteil geworden. "Das Rathaus hat alles gemacht, damit sie bleiben und in ständigen Treffen nachgefragt, was von Seiten der Stadt verbessert werden" könne, aber der Verein habe offenbar ein lukratives Angebot aus La Nucía erhalten. Vom Calper Rathaus habe der CCC eine Beihilfe von 13.000 Euro bekommen und musste für die Platzmiete 7.000 Euro bezahlen, so Sala.

Einen guten Zustand hat in seinem Jahresbericht das Küstenökologische Institut den Seegraswiesen vor den Calper Stränden Arenal-Bol, Fossa und Cantal Roig bescheinigt. Und vom Puerto Blanco bis zum Morro de Toix ist eine durchgehende Pradera Posidonia in sehr gutem Zustand zu finden. Die Seegraswiesen sind auf europäischer Ebene geschützt.

Der amtierende Friedensrichter von Calpe, Juan Santos, behält sein Amt. Der ehemalige PP-Stadtrat Bernardo Moll, erklärter Favorit von Bürgermeisterin Ana Sala, fiel bei der Abstimmung im Stadtparlament gegen den Amtsinhaber durch. Weil die valencianistische Oppositionspartei "Compromís" für die geheime Abstimmung zuvor eine Stimme für Moll angekündigt hatte, rechnet die PP-kritische Internet-Zeitung "Marina Plaza" genüsslich vor, habe Sala mindestens einen Abweicher in ihrer eigenen PP-Fraktion.
Marina Plaza erinnert an den sogenannten Friedhofsskandal von vor einem Jahr: Moll wird vorgeworfen (allerdings entlastet ihn wiederum die Oppositionspartei Compromís), auf illegale Weise die Räumung des Grabes des 1973 verstorbenen Wilhelm Klatt durchgesetzt zu haben (dem Reglement nach 53 Jahre zu früh, so der Vorwurf), gegen das Votum eines zuständigen Beamten, den er mit Repressalien und dem Abstellgleis bedroht und beleidigt habe. Folge der Räumung, so die Anzeige: Ein Angehöriger des aktuellen Personalchefs im Rathaus (dessen Abteilung trotz mangelnder Zuständigkeit in dem Exhumierungsprozess interveniert habe) und des ehemaligen PP-Vizebürgermeisters habe den frei gewordenen Platz -in der Nähe des eigenen Familiengrabes- dann zugewiesen bekommen. Es gebe lediglich eine Anzeige und eine Polizeibefragung und keine gerichtliche Beschuldigung gegen Moll, hielt Bürgermeisterin Sala den Anschuldigungen entgegen.
Moll erhielt in einer zweiten Abstimmung auch nicht die notwendigen Stimmen für den Posten des stellvertretenden Friedensrichters. Da gab es ein Unentschieden, über das von der Landes-Justizbehörde entschieden werden muss.

Das Stadtparlament von Calpe hat für das kommende Jahr 2020 einen Haushalt von 40 Millionen Euro verabschiedet, 2 % höher als im zuende gehenden Jahr. Bürgermeisterin Ana Sala (PP) strich die Senkung der kommunalen Immobiliensteuer um 5 % sowie die Steigerung der Investitionen um 6 % heraus. Für die Herrichtung des "Club Social La Manzanera" stehen 1,2 Mio Euro zur Verfügung, weiterhin vorgesehen sind eine Ludothek, Beleuchtung und Belüftung des Pabellón ifach, Abschluss des Espai Park und Einrichtung einer "Coworking"-Zone auf dem Campus der Casa Nova. Neu ist eine Impf-Beihilfe von insgesamt 80.000 Euro für Familien, die für ihre Kinder den offiziellen Impfkalender verpasst haben.
Die Präsenzzeiten der Strandretter sollen ausgedehnt werden, sowohl die täglichen als auch die Monate, die Gesamtumschreibung umfasst 1,2 Millionen Euro. Für eine neue Zufahrt zur Sekundarschule, eine Verbindung von N-332 zur Avenida Diputación, Brücken über Pont Roig-Ejercitos Españoles und Vall de Laguard sowie Verbindungsstrasse "E" von Rafol nach Empedrola und die Einrichtung eines Küstenpfades sollen Projekte erstellt werden.
Für die Urbanisationen sind weitere Beleuchtungsmassnahmen vorgesehen und die Einrichtung von 500 neuen Briefkästen.

Fast zwei Dutzend Besucher des Hallenbades von Calpe haben sich laut spanischer Presse innerhalb nur eines Monatres offiziell darüber beschwert, dass eine Frau die Installation im Burkini nutzt, dem für musulmanische Frauen entworfenen Ganzkörper-Badeanzug. Allerdings: Alle 22 Beschwerden haben exakt den selben Wortlaut. Das Sportamt von Calpe habe noch keine Entscheidung zum Thema getroffen.
costa-info.de startet eine Umfrage zum Thema: http://costa-info.de


Die städtische Calper Trinkwasser-Firma hat mit der Verlegung von zwei Kilometer neuer Wasserleitungen sowie der Installation von 16 Knotenpunkten und 70 Hausanschlüssen in Canuta de Ifach begonnen. Kostenpunkt: 220.000 Euro, Bauzeit: 5 Monate. Die weitere Verminderung von Lecks werde, so das Ayuntamiento, die Trinkwasser-Effizienz über die 85 % hinaus steigern, die für Calpe bereits den Spitzenplatz in der Provinz Alicante bedeuten.

Um knapp 1.100 nahm ihm Jahr 2018 die Zahl der gemeldeten Anwohner von Calpe auf über 22.700 zu. Nach der von der spanischen Zentralverswaltung in Madrid ab 2012 vorgegebenen Bereinigung um "Karteileichen", also ausländische Residenten oder im "padrón" gemeldete Langzeiturlauber, die innerhalb der vorgegebenen Fristen (2 und 5 Jahre) ihre Anmeldung nicht erneuert/bestätigt hatten, rauschte der Zensus aller hiesigen Kommunen mit einem substantiellen Ausländeranteil (also fast aller) in den Keller. Am schlimmsten traf es Calpe, nämlich von 30.000 auf unter 20.000 im Jahr 2016.
Eine intensive Informations- und Werbekampagne unter der zuständigen Stadträtin Hilde Backaert, auch in der WOCHENPOST, zeitigte Erfolg: nicht nur die vom Niveau der Zuschüsse und des Verwaltungsstatus besonders "gefährliche" Grenze von 20.000 wurde gemeistert und Ende 2018 sogar um fast 3.000 übertroffen.

Wahrscheinlich an einem Herzstillstand starb in der Calper Sekundarschule "Ifach" ein 51-jähriger Castellano-Lehrer. Er brach morgens gegen 8 Uhr zusammen, alle Wiederbelebungsversuche bllieben erfolglos. Die Schüler blieben in ihren Klassenräumen, und die Eltern wurden gerufen, sie abzuholen. Psychologische Betreuung stand zur Verfügung.

Den Schlüssel für das 500 qm grosse Untergeschoss der neuen "Casa de la Música" an der Avenida del Puerto de Santa María hat jetzt das Ayuntamiento von Calp der Ortskapelle "Unión Musical" übergeben. 2006 stellte der Musikverein das Grundstück zur Verfügung und die Stadt begann 2016 mit 250.000 Euro pro Jahr ein Bauprojekt in mehreren Phasen. Die Kapelle verfügt über Erdgeschoss und einen Teil der 1. Etage, die Stadt über zwei weitere Stockwerke.
Allerdings kam der Schlüssel vor der Fertigstellung der Musiker-Räume, die, so der Musiker-Präsident, "hoffentlich noch in diesem Jahr stattfindet".





















"Es muss auch mal wieder Spass machen". So bringt Gabi Schäfer, Präsidentin des für das seit drei Jahrzehnten in Calpe stattfindende Oktoberfest zuständigen Creativ Clubs Calpe die Motivation für den bevorstehenden Umzug der Mutter aller spanischen Oktoberfeste ins 25 Kilometer entfernte La Nucía auf den Punkt. Der CCC-Vorstand ist sich einig, mit La Nucía sollen in den ersten Dezemberwochen die Details festgezurrt werden. Platz- und Parkplatzprobleme wird es im dortigen Makro-Sportzentrum jedenfalls nicht geben.
"50 Freiwillige halfen hier Jahr für Jahr mit, wenigstens für die Finanzierung unseres CCC-Vereinsheims sollte es reichen. Aber Jahr für Jahr wurden wir -von der Stadt Calpe- mehr beschnitten und mit mehr Kosten belegt", so Schäfer gegenüber WOCHENPOST und costa-info.de. Und mit der Terminverlegung auf Anfang November vor einigen Jahren ging es auf den Bereich "Ausser Spesen nichts gewesen" zu, während sich in der öffentlichen, vor allem aber offenbar in der Wahrnehmung der Verantwortlichen des Rathauses von Calpe hartnäckig die Wahrnehmung gehalten habe, das Oktoberfest sei und bleibe ein unbegrenzt funktionierender Goldesel. Schäfer: "Von der Stadt bekommen wir die Toiletten und die Ambulanz bezahlt. Punkt."
Die Termin-Korrektur zurück auf Anfang Oktober wurde durch das vom Rathaus zu verantwortende Parkplatz-Desaster quasi zunichte gemacht. costa-info.de berichtete am 5.10. exklusiv: <a href="http://www.costa-info.de/cgi-bin/wopo/page.pl?id=30999">Oktoberfest läuft: 3 neue bayerische Biere, aber ein ´Parkplatz-Desaster´"</a>. Und das Mass war voll. Erste Gerüchte über den Export des Calper Oktoberfestes nach La Nucía kamen auf, die jetzt kurz vor der offiziellen Bestätigung stehen.
Schäfer, die auf frühere Angebote aus Dénia, Benidorm und sogar Terra Mítica für eine Verlegung des Oktoberfestes hinwies, verweist darauf, dass der sehr wahrscheinliche Umzug nach La Nucía "für uns viel Arbeit bedeuten würde", aber: "Es muss auch mal wieder Spass machen..."
<a href="http://www.costa-info.de/galerie/main.php">Zu den costa-info.de-Fotoalben von den Calper Oktoberfesten seit 2006</a>


Einen neuen Bürger-Informationsdienst via WhatsApp und Telegram hat das Rathaus von Calpe für die Bürger eingerichtet. Dort wird es Infos über Beihilfen, neue Initiativen und Dienste der Stadt, Uhrzeiten etc. geben, ebenso wie Notfall-Informationen wie Wetter, Schulschliessungen oder ähnliches. Bei Telegram muss man lediglich sich dem Kanal des Ayuntamiento de Calp anschliessen und bei WhatsApp unter der Nummer 663 23 33 46 seinen Namen und das Wort "alta" angeben.

Die Stadt Calpe hat die Renovierung der Mauergemälde in der Altstadt in Angriff genommen. Als erstes wird das "Mural" der Plaza del Mosquit überarbeitet, das vor 20 Jahren der einheimische Maler Elías Úrbez geschaffen hat, der auch die Erneuerung leitet. Das ganze Projekt kostet 40.000 Euro und soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein, so Kultur-Stadträtin Pilar Cabrera.

Einen 85-Jährigen Ausflügler barg am Freitag, 22. Dezember 2019, gegen Mittag der Rettungsdienst auf dem Peñón de Ifach. Der Mann hatte sich bei einem Sturz eine Gehirnerschütterung und mehrere Verletzungen zugezogen. Er wurde ins Kreiskrankenhaus nach Villajoyosa gebracht.

In ein chronisch von Überschwemmung bedrohtes und "verwundbares" Ökosystem käme das zwischen Calper Salinen und Fossa-Strand geplante Doppelturm-Hotel zu stehen, das über hundert Meter hoch werden und auf 35 Stockwerken mehr als 600 Zimmer bieten soll. Das geht laut spanischer Presse aus offiziellen Einstufungen des fraglichen Geländes hervor, dessen Makro-Bebauung in vergangenen Legislaturperiode von der PP-Ortsregierung unter dem heutigen Bundestagsabgeordneten César Sánchez genehmigt wurde.
Nach einer Anzeige wegen überhöhten Bauvolumens (über 22.000 qm) zunächst durch die Calper Opposition, dann durch das Land Valencia, muss die Justiz entscheiden.

Die Polizei hat an der Avda. Juan Carlos I von Calpe vier Spanier zwischen 30 und 50 Jahren verhaftet, die in abgestimmter Form Diebstaehle im Wert von 500 Euro in mehreren Supermaerkten beim Fosa-Strand begangen hatten. Sie hatten in drei Durchgaengen vor allem Weihnachtsartikel mitgehen lassen, darunter einen Schinken.

Für die "in den nächsten Monaten" neu zu vergebenden Konzession für die Parkzonen in Calpe verabschiedete der Stadtrat mehrere Neuerungen: einen Kurzzeittarif für 20 Minuten, ein reduziertes Wochenticket und die Zahlungsbefreiung für E-Fahrzeuge. Anlieger-Geschäfte können bis zu 8 Karten für reduzierte Geschäftstarife für ihre Angestellten erhalten. Von Mai bis Oktober wird in der Altstadt zwischen 18 und 21 Uhr ein (höherer) Einheitstarif eingeführt.

Das Stadtparlament von Calpe hat seiner Bürgermeisterin Ana Sala (PP) einen offiziellen Tadel ausgesprochen. Der Grund: Sie hatte den spanischen Regierungschef Pedro Sánchez (PSOE) wegen der Exhumierung und Verlegung des Leichnams von Diktator Francisco Franco aus dem Valle de los Caídos als "Grabschänder" bezeichnet. Der Tadel, den die Opposition angeleiert hatte, wurde möglich, weil der PP-Koalitionspartner "Ciudadanos" sich bei dem Tadelantrag der Stimme enthielt. Sala pochte auf ihr Recht auf freie Meinungsäusserung und bezeichnete die umstrittenen Worte als "privat geäussert".

Die Guardia Civil hat zwei junge Männer unter dem Vorwurf verhaftet, zwei junge Frauen in ihren Pkw vergewaltigt zu haben. Einem 25-jährigen Touristen aus Galicia wird vorgeworfen, Allerheiligen in der Nähe eines bekannten Lokals in der Hinterland-Gemeinde Jalón unter schweren Drohungen eine 22-Jährige zum Sex in seinem Wagen gezwungen zu haben, die er in dem Pub kennen gelernt habe und die mit ihm gefahren sei. Er hatte die Frau in die Disco zurückgebracht und dann, so der Vorwurf, sie und ihre Freundin unter Todesdrohungen zum Schweigen vergattert. Der Mann wurde ins Gefängnis eingeliefert.
Ein 34-jähriger Kolumbianer aus Calpe wurde unter Auflagen freigelassen und darf sich der 20-jährigen ehemaligen Freundin eines Freundes nicht mehr nähern, die er auf ihre Bitte zu einem Nachtlokal beim Strand von Calpe gefahren und in seinem Pkw vergewaltigt habe.

Mit Subventionen von 200.000 Euro von der Europäischen Union und des Landes Valencia stellt die Stadt Calpe elf junge Arbeitslose für ein Jahr ein. Beschäftigt werden je ein Erzieher, Architekt, Sozialarbeiter, Biologe, Tourismus-Mitarbeiter sowie zwei administrative und vier Bau-Hilfskräfte.

Mit einer "multa" von 6.500 Euro belegt -gut einen Monat nach Ende der Sommersaison- die Stadt Calpe die Firma für Bojen und Beschilderung an ihren Stränden. Vom Sturm verschobene Bojen am Arenal-Bol-Strand wurden nicht wieder in Position gebracht, die Bootskanäle nicht gekennzeichnet, eine versprochene Badezone für Behinderte nicht eingerichtet. Die Strafe wird der Firma vom Entgelt abgezogen.


Einmal mehr zeigt Anfang November die Stadt Calpe Flagge auf dem als wichtigste Tourismusmesse der Welt geltenden "World Travel Market" in London. Noch vor dem deutschen ist der britische der wichtigste Tourismus-Markt für die Peñón-Stadt, was auch durch diese Messepräsenz trotz nahendem Brexit so bleiben soll. Die Thomas-Cook-Pleite veranlasst Calpe dazu, sich bei neuen Veranstaltern bekannt zu machen, nicht zuletzt bei Organisatoren von Reisen für Radtouristen.

Wie jedes Jahr hat die Stadt Calpe vor Allerheiligen die Reinigungs- und Reparaturbrigade durch den Kommunalfriedhof auf dem Weg nach Maryvilla geschickt. In den Tagen vor Allerheiligen blieb der "cementerio" extra lang geöffnet, damit auch die Nischenbesitzer Gelegeneheit hatte, diese herzurichten.





















Für die Calper Bürgermeisterin Ana Sala (PP) und ihre öffentlichen Erklärungen zur Exhumierung und Umbettung des ehemaligen spanischen Diktators Francisco Franco aus dem "Valle de los Caídos" schämt sich die sozialistische Oppositionspartei PSOE. Anstatt alle Calper Bürger zu vertreten, wie es ihr Job verlange, habe sie lediglich einer rückwärtsgewandten Minderheit aus dem Herzen gesprochen, als sie den (PSOE-)Regierungschef aus diesem Anlass einen "Grabschänder" nannte. Damit habe Sala auf negative Weise Calpe in die nationalen Schlagzeilen gebracht.

In Calpe ist die Zahl gerichtlicher Abstandsverfügungen auf Grund häuslicher Gewalt in den letzten beiden Jahren um 30 % auf 55 gestiegen. Das wurde bei der "mesa sobre violencia de género" bekannt gegeben, die aus Anlass der Ermordung einer Belgierin durch ihren Lebenspartner im vergangenen Sommer in Calpe zusammengekommen ist. Die zuständige Regierungsvertreterin Modes Salazar wies auf die App "AlertCops" hin, auf der Bürger sicherheitsrelevante Zwischenfälle und Beobachtungen direkt an die Polizei melden können.
Die Stadt Calpe stellt eine Gleichstellungs-Polizistin, eine Gleichstellungs-Fördererin und eine juristische, psychologische und arbeitsrechtliche Beraterin für die Opfer von machistischer und innenfamiliärer Gewalt. Das Amt befindet sich in der Calle Llibertat 36 und ist zu erreichen unter: 96.583.51.11
Das allgemeine Not- und Beratungstelefon für "machistische Gewalt" ist 016 und hinterlässt auf der Telefonrechnung keine Spur.

Ein oder zwei Mal kommen Brigitte und Lothar Krause schon seit vielen Jahren für mehrere Monate nach Calpe. Aber jetzt wissen sie nicht, ob sie es bis Ende November am Levante-(Fossa)Strand erst mal beim Sonnenbaden belassen wollen. Angst hat sich des Ehepaars aus Salzgitter bemächtigt, seit Brigitte Ende September von einem von den "wenig überraschten" Strand-Rettungskräften hinterher so genannten "blauen Fisch" gebissen und dann bis ans Ufer verfolgt und noch einmal um ein "richtiges Stück Fleisch" gebracht wurde. "Es hat geblutet wie verrückt. Ich habe so etwas noch nie erlebt", so Krause aufgeregt, "aber meinen Mann hatte es vor ein paar Wochen ähnlich erwischt. Und meine Freundin Christine wurde Anfang Juni am selben Strand von einer Muräne gebissen. Da kam sogar die Polizei!"

Der Benefizladen (Tienda de la Caridad) stiftet dem Rathaus von Calpe vier neue Defibrillatoren, zwei für die Policía Local (je einen für die Wache und ein Fahrzeug), einen für das Fahrzeug des Zivilschutzes und einen weiteren für das Ayuntamiento selbst. Bislang verfügt die Stadt Calpe in der Seniorentagesstätte Centro Cívico und in allen Sportstätten über "Defis".

Das Rathaus von Calpe will künftig Hundebesitzer, welche die Exkremente ihrer Vierbeiner nicht von der Strasse entfernen, mit einer Strafe von 650 Euro belegen. Das hat der Stadtrat in seiner Oktober-Sitzung im Rahmen der neuen "Ordenanza de Convivencia Ciudadana" beschlossen. Hundebesitzer müssen immer Tüten dabei haben sowie eine Wasserflasche, um das Urin ihres Tieres wegzuwaschen. Tiere dürfen nicht im öffentlichen Raum gefüttert werden, höchstens kleine Leckerlis als Prämie beim Training.
Ebenso teurer wird es, wenn Zweibeiner selbst im öffentlichen Raum ihre grosse oder kleine Notdurft verrichten. Sogar 850 Euro sind fällig, wenn dies in Lebensmittel-Verkaufsstätten, an Monumenten oder an Stellen geschieht, wo sich Menschen befinden. Neben den Magistratsparteien PP und Ciudadanos stimmten auch PSOE und Defendamos Calpe für das verschärfte Regelwerk.
Alle Parteien stimmten für die Sanktionen gegen die Strandreinigungsfirma wegen wiederholter Nichterfüllung des Vertrages (wir berichteten). Sie hatte im Sommer mehrere Tage lang das angehäufte Seegras nicht abgefahren.

Ab dem 25. Oktober 2019 ist das Parken in den Blauen Zonen von Calpe gratis. An diesem Tag läuft die Konzession der Firma aus, und Bürgermeisterin Ana Sala (PP) deutete während der jüngsten Stadtratssitzung an, dass es eine Weile dauern werde, bis die neuen Konzessionsbedingungen vorlägen. Und für eine Munipalisierung dieser Dienstleistung fehle es am Personal. Das teilte die Oppositionspartei PSOE mit und wies darauf hin, dass der Wegfall der "zonas azules" vor allem den Geschäftsleuten zu schaffen machen dürfte, weil die Parkplätze jeweils sehr viele Stunden von den selben Dauerparkern besetzt sein werden.
Die PSOE versteht nicht, warum die Stadt in dem Betrugsverfahren gegen die ausscheidende Parkzonen-Konzessionsfirma sich nicht als Nebenklägerin präsentieren will.

Ein tödlicher Unfall ereignete sich in der Nacht zum Montag, 14. Oktober 2019, auf der Nationalstrasse N-332. Kurz nach Mitternacht wurde ein 30-jähriger Fussgänger von einem Motorrad überfahren und getötet. Dessen verletzter 40-jähriger Fahrer musste ins Krankenhaus nach Dénia gebracht werden.

Die Stadt Calpe will die für die Reinigung der Strände zuständige Müllabfuhr-Firma mit 6.000 Euro bestrafen, weil sie im Juli an mehreren Tagen trotz Mahnungen grosse Berge an Algen nicht vom Levante-Strand abgefahren hatte. Obwohl die sogenannten Algen, in Wahrheit angespültes Seegras, das vom guten Zustand der Küstengewässer zeugt, kein Gesundheitsrisiko bedeuten, gab es zahlreiche Beschwerden von Touristen. Das Ayuntamiento schlägt eine Bestrafung wegen wiederholten Vertragsbruches von 6.000 Euro vor.

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