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Dénia
Die offizielle Zahl der Corona-Ansteckungen hat sich in nur zehn Tagen in der Marina Alta verdoppelt, in Dénia sogar verfünffacht. Das lange Feiertags-Wochenende zwischen dem 9. und dem 12. Oktober mit zahlreichen Touristen und familiären und sozialen Treffen wird dafür verantwortlich gemacht.

Die Stadt Dénia hat sich mit der Baufirma "Mongomar" auf die Zahlung einer in mehreren Raten Entschädigung von 2,5 Millionen Euro für Bebauungsrechte im stadtnahen Bereich von Las Marinas geeinigt, die auf Grund städtischer Bebauungspolitik nicht genutzt werden konnten. Die Firma hatte sich diese Summe vor Gericht gegen die Stadt erstritten und sich jetzt auf den Zahlungsmodus geeinigt. Das Finanzamt der Stadt will beim spanischen Finanzministerium einen fast zinslosen Kredit über 1,5 Mio Euro für diesen Zweck beantragen und die erste Million aus dem Jahreshaushalt 2021 bestreiten.

Unter den Tourismus-Städten im Bundesland Valencia erlitt Dénia im Sommer 2020 die geringsten Einbussen, in Spanien erging es in puncto Rückgänge nur fünf Kommunen besser. Dénia verlor nur einen von zehn Touristen. Der sehr starke Rückgang bei den internationalen Gästen wurde also durch starke Zuwächse bei den nationalen Touristen fast kompensiert.

Zum Ende des Sommers deutete die Stadt Dénia die Möglichkeit an, Verleihfirmen von Jetskis die Genehmigung zu entziehen, wenn sie die illegale Annäherung ihrer "Wassermotorräder" an die Küste nicht zu verhindern wisse. Das war das Ergebnis eines Treffens von Fischern, Umweltschützern und der zuständigen Stadträtin. "Zu oft" sei im Sommer die 200-Meter-Schutzzone verletzt worden, wo es keine Bojen gebe.
Kurz angemerkt:
Nach einer Saison mit zu vielen Verstössen gegen ein durchaus nicht neues Reglement also mögliche Konsequenzen ankündigen? Ein Dreiviertel Jahr vor Beginn der nächsten Saison also? Mit Verlaub, aber das klingt ziemlich nach Papiertiger...
-cgb-


Die Policía Nacional von Dénia hat auf dem Markt zwei Verkäufer von Billigkopien teurer Markenprodukte verhaftet. Die Ordnungshüter hatten einen Tipp aus der Bevölkerung gekommen und waren der Schwarzhändler bald habhaft geworden.

Vier Personen verletzten sich am Montag, 12. Oktober 2020, in einer Urbanisation von Dénia, als ein Geländer nachgab und die zwei Erwachsenen und zwei Kinder aus einem ersten Stock hinabstürzten. Die beiden 50-jährigen Erwachsenen und ein 14-Jähriger verletzten sich schwer, ein Elfjähriger leicht. Alle wurden ins Kreiskrankenhaus gebracht.

Mit Hilfe eines Hubschraubers wurde am Freitag, 9. Oktober 2020, vom Gipfel des Montgó eine 45-jährige Wandererin gerettet. Sie hatte sich bei einem Sturz Verletzungen am Kopf zugezogen.

Zum dritten Mal wurde im Oktober 2020 der Besitzer eines Hauses am Montgó in Dénia Opfer von Hausbesetzern. Er hatte diesmal Glück, so die Zeitung "Las Provincias": Zwei Ortspolizisten gelang durch "Vermittlung mit beiden Seiten", dass die drei Erwachsenen und die beiden Kinder das fremde Haus binnen 24 Stunden wieder räumten. Der Mann aus Dénia hatte die Immobilie vor einem Jahr gekauft, um sie zu reformieren. "Das Haus war damals in keinem Zustand, aber nach der ersten Besetzung noch viel weniger. Die hatten alles mitgenommen, sogar die Fenster; und die Kupferleitungen wurde herausgerissen. Ich werde wohl von null anfangen, neu bauen. Jetzt muss ich viel mehr Geld und Zeit hineinstecken", zitiert die Zeitung den Mann.

Rund 600 Unterschriften verzeichnete Ende September binnen 48 Stunden eine Internet-Petition an das Rathaus von Dénia gegen die dauerhafte Fussläufigkeit der Hauptgeschäftsstrasse Marqués de Campo. Sie wurden vor allem von Geschäftsleuten, Gastronomen, Anwohnern und Standbesitzern in der Markthalle unter der Kritik "sie spielt mit der Existenz vieler Familien" betrieben. Im Juli hatte eine analoge Aktion rund tausend Unterschriften für die Rückkehr zur Fussläufigkeit nur an Wochenenden und (vor) Feiertagen gebracht.

Die Polizei hat in Dénia einen 36-jährigen Spanier unter dem Vorwurf verhaftet, in zahlreichen Fällen Schulden durch Drohungen, "Internet-Stalking" und physische Angriffe einzutreiben versucht zu haben. Der Beschuldigte ist ein bekannter Kampfsportler. Ein Opfer wurde im Krankenhaus behandelt. Der Schuldeneintreiber wurde dem Richter überstellt.























Das Rathaus von Dénia erhöht für das kommende Jahr die Müllgebühren um ein Fünftel, um rund 25 Euro pro Haushalt. Damit steigen die Einnahmen um 1,1 Millionen Euro. Die Oppositionspartei PP bezeichnete den Anstieg als "ungerecht" und besonders in diesen schwierigen Zeiten unangebracht. Das Ayuntamiento begründete sie mit dem neu abzuschliessenden Müllabfuhr- und Strassenreinigungsvertrag.

Urkundenfälschung: Zu einem Jahr Gefängnis und 1.600 Euro Strafe wurde ein Mann verurteilt, der im Juni 2017 in Dénia mit der farbigen Fotokopie des norwegischen Behindertenausweises seines Ex-Schwagers auf einem Behindertenparkplatz erwischt wurde. Die Ausreden, dass sein Schwager die Kopie für die Fahrzeuge der Familie angefertigt und er selbst lediglich vergessen habe, sie von seiner Windschutzscheibe zu entfernen, liess das Strafgericht in Benidorm nicht gelten: Der Schwager war drei Jahre zuvor nach Norwegen zurück gezogen.

Dénia verzeichnete mit 40 registrierten Neuansteckungen in vier Tagen das Gros der 90 Fälle in der dritten Septemberwoche in der Marina Alta. Auch die beiden jüngsten Covid-Todesfälle des Kreises gingen auf das Konto der Hauptstadt. Bei den Neuansteckungen taten sich ausserdem Jávea, Benissa und Ondara mit je 8 hervor sowie Pego, Calpe und Pedreguer mit je 5 und tauchte erstmals der Hinterlandort Parcent in der Corona-Statistik auf.

Bei einem Streit zwischen zwei Männern nachmittags um halb sechs auf der Dénianer Einkaufsstrasse Marqués de Campo wurde ein 39-Jähriger im Streit mit einem anderen Mann mit einem Messerstich an der Lunge verletzt. Bevor er von Sanitätern betreut und später ins Krankenhaus gebracht wurde, war er dem Angreifer nachgelaufen und hatte ihm ein Glas hinterher geworfen, dass er bei einer Bar unterwegs aufgegriffen hatte. Der 40-jährige Angreifer wurde kurze Zeit später verhaftet.

Vor mehr als 15 Jahren traten die Bedingungen für die Müllabfuhr-Konzession in Kraft, weil das Rathaus seit sechs Jahren an einer neuen Ausschreibung arbeitet, die immer für zehn Jahre ist, allerdings bei Ablauf jährlich verlängert werden kann. Aus dem Rathaus hiess es, dass die letzte Verlängerung für fünf Jahre im Gegenzug für den Bau eines Wertstoffhofes gewährt wurde. Im September soll der neue Entwurf an die Landesverwaltung geschickt werden, um das O.k. für den neuen Kanon zu erhalten, der unter anderem Zahl und Standort der Container sowie Anzahl der Müllfahrzeuge und die Routen enthält.

Ob der Bürgerhaushalt von Dénia nichts weiter sei als eine hohle Show, hat jetzt die konservative Oppoositionspartei PP gefragt. Sie führt an, dass die sozialistische Gemeindespitze die in der Internet-Abstimmung beschlossene Herrichtung der Regenwasser-Ableitung Faroleta-Diana und die Verbesserung der Carretera de Las Rotas gestrichen und dafür einen Umbau im Bauamt durchgeführt und Beschilderungen und Auszeichnungen an den Stränden installiert habe - und zwar am Ende des Sommers.

Die letzte Etappe der 2017 begonnenen Gleisarbeiten zwischen Calpe und Dénia befindet sich auf der Zielgeraden, nämlich seit Ende August 2020 im Stadtgebiet von Dénia. Die Bahnsteige von La Xara, Pedrera und Pou Muntanya sind bereits abgerissen, die neuen, zum Teil verleg, inklusive Jesús Pobre, werden den künftigen TRAM-Elektrozügen angepasst. Allerdings wird die gleichzeitig begonnene vorletzte Etappe zwischen Teulada und Gata de Gorgos vielleicht später fertig. Und für die neuen Züge muss bei Benissa eine neue Eisenbahnbrücke gebaut werden.

Von über 20 Jugendlichen, die an einem laut spanischer Presse "üblichen" Freiluft-Trinkgelage im Dénianer Fischerviertel Les Roques teilnahmen, wurden Ende August 2020 Anwohner in der Calle Santíssima Trinidad bedroht, die gebeten hatten, dass es dabei nicht so laut zugehen möge. Das berichtete, mit -undeutlichen- Videoaufnahmen, die Internet-Zeitung "Marina Plaza". Die Freiluft-Trinker trieben mit dem zu hörenden Ruf "Da ist die Alte, hinterher!" eine Familie in ihr Haus, die sich Tage zuvor beschwert und damit tatsächlich einen Einsatz der Polizei ausgelöst hatte. Bei dem Zwischenfall wurden eine Tür und ein Fenster beschädigt, den Betroffenen wurden Schläge angedroht.
Jetzt sammeln die Anwohner Unterschriften gegen die Jahre lang tolerierte Praxis des Trinkens in ihrer Strasse, die Polizei nahm den Vorfall auf, vor allem auf Grund der zahlreichen Corona-Ansteckungen bei sozialen Zusammenkünften werden die schon seit vielen Jahren verbotenen "botellones" jetzt häufiger von den Ordnungskräften unterbunden.

In drei Tagen Ende August 2020 wurde im Land Valencia in puncto neue Covid-Fälle die 45.000-Einwohner-Stadt Dénia mit 80 nur von den Provinzhauptstädten Valencia (430), Alicante und Castellón (je 110) übertroffen und liess mit der Verdoppelung der so genannten "aktiven" Fälle auf fast 160 weitaus grössere Städte wie Elche (140), Torrevieja, Benidorm (ebenfalls in 3 Tagen verdoppelt) und Gandía (alle ca. 100) hinter sich. In unserer Region verzeichneten Jávea 20, Calpe und Alfaz je 10, Altea 5, La Nucía und Vergel je 4, Finestrat, Pedreguer und Teulada je 3 neue Corona-Fälle in 3 Tagen, der Marina-Alta-Kreis 45.
In Dénia hat die zweite Welle der Pandemie so viele Ansteckungen aufgedeckt wie die erste, jene aber brachte ein wesentlich höheres Durchschnittsalter und sechs Todesfälle. Der Druck auf die Krankenhäuser steigt jetzt erheblich langsamer als im Frühjahr, auf bisher 80 Corona-Patienten in der Provinz Alicante, davon ein Dutzend auf den Intensivstationen. Deshalb bezeichneten die regionalen Gesundheitsverantwortlichen gegenüber den Marina-Alta-Bürgermeistern die Situation zwar als "besorgniserregend", stellten aber klar, dass das Krankenhaus von Dénia "weit vom Kollaps entfernt" sei. Denn viele Fälle seien asymptomatisch.

15 Strassenlaternen für das Wohngebiet "Montgó" werden in diesem Jahr aus dem per Abstimmung vergebenen Bürgerhaushalt (Presupuestos Participativos Dénia) der Stadt Dénia vergeben, der 300.000 Euro umfasst. Diese Massnahme erhielt ein Viertel der rund 650 abgegebenen Stimmen. Ausserdem wird die Strandpromenade "Marineta Cassiana" erneuert und gibt es "tirolina"-Spielgeräte im Bosc de Diana.





















4 neue Abladestellen für Gartenreste hat das Rathaus von Dénia eingerichtet: 2 am Montgó (Galeretes und Parkplatz Pedrera) sowie je eine am Assagador de la Marjal und in Las Rotas, bei der Apotheke. Die bisherigen vier in Las Marinas (je 1 in Nova Dénia und Racons) sowie am Pou de la Muntanya und auf dem Parkplatz Bosc de Diana hatten sich als nicht ausreichend erwiesen, und ausserdem laden in Dénia (und in allen anderen Gemeinden) viele Leute ihren Grün- und oft sogar Sperrmüll einfach bei den anderen Abfallcontainern ab.

Was die im Juli angefallenen Mengen Restmülls mit rund 10 % unter dem Vorjahr schon andeuteten, hat der Trinkwasserverbrauch im Juli und in der ersten Augusthälfte mit einem Minus von 5 % gegenüber 2019 bestätigt: Die Besucherzahlen sind im zuende gehenden Sommer 2020 in Dénia niedriger als im Vorjahr, aber nicht dramatisch eingebrochen. Anders als Benidorm und in gewissem Masse auch Calpe stützen sich Städte wie Dénia oder Jávea vor allem auf Chalet- und Residenz-Tourismus.

Die Gewerkschaft CSIF hat in der spanischen Presse mitgeteilt, dass mehrere Mitglieder des Strandpersonals von Dénia nicht auf Covid getestet wurden, obwohl es in der Belegschaft einen Ansteckungsfall gegeben hatte. Der zuständige Koordinator habe die Betroffenen zur Arbeitsaufnahme aufgefordert, obwohl sie mit der angesteckten Person Kontakt gehabt hatten. Acht der Strandangestellte haben sich doch testen lassen, sämtlich mit negativem Ergebnis.

Mit fast 6,5 Millionen "followern" belegt das holländische Model Cindy Kimberly aus Dénia in der Instagram-Rangliste den siebten Platz in der Liste der populärsten Spanierinnen, noch vor Penélope Cruz, Pilar Rubio oder Blanca Suarez. Den Bekanntsheitgrad der heutigen Freundin des Formel-1-Weltmeisters Hamilton liess vor fünf Jahren der kanadische Sänger Justin Bieber mit dem Online-Ausruf "Oh, Gott, wer ist sie denn?" durch die Decke gehen.

Der Verantwortliche für einen Brand in mehreren Urbanisationen von Dénia im Juli 2014 ist Mitte August 2020 in Alicante zu zweieinhalb Jahren Gefängnis und zu Entschädigungen von 19.000 Euro verurteilt. Bei 29 Grad und Wind von 35 Km/h hatte der in einem Zelt lebende Mann sich zum Kochen ein Feuer angemacht. Das geriet ausser Kontrolle, betraf mehrere Urbanisationen und machte Evakuierungen und Strassensperrungen notwendig, verbrannte mehrere Fahrzeuge. Der Mann hatte von Anfang an seine Schuld eingestanden.

Mit spektakulären Funden machten die Dénianer Strände von Las Marinas Anfang August 2020 auf sich aufmerksam. Innerhalb von wenigen Tagen entdeckten Badegäste eine Handgranate in Les Deveses und bargen Polizei und das Mitarbeiter des Archäologischen Museums bei Kilometer 2 von Las Marinas eine Amphore aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Die Handgranate wurde von Experten geborgen und auf Sprengstoff untersucht.

Einen Indikator für eine geringere Minderung der Besucherzahl als gedacht im Monat Juli hat das Rathaus von Dénia geliefert: Um weniger als ein Zehntel sei die Menge des Mülls im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat gesunken. Eine mögliche Erklärung: In Dénia überwiegt -z. B. im Vergleich mit den Bettenburgen Calpe oder Benidorm- der Residenztourismus in Chalets.

Anwohner von drei Urbanisationen am Kilometer 4,5 der Carretera de las Marinas von Dénia werden von einem Stromgenerator um den Schlaf gebracht, den Hausbesetzer aufgestellt haben. Diesen war der Strom abgestellt worden. Jetzt haben laut spanischer Presse Anwohner den gesundheitsgefährdenden Lärm im Rathaus und bei der Policía Local angezeigt. Das Chalet ist schon seit längerer Zeit besetzt.

Anfang Juli wurde am Agassador de la Marjal eine 80-jährige Deutsche um 10 Uhr morgens brutal überfallen und ihrer Uhr beraubt. "Eine junge Frau von etwa 1 Meter 80 und im gelben T-Shirt tauchte plötzlich auf, als ich meinen Müll entsorgen wollte, und kam immer näher. Dann packte sie mich und riss mir die Uhr weg". Ein Komplize wartete in einem Auto, mit dem das Duo nach erfolgreichem Raub davonbrauste.
Seit 15 Jahren wohnt die Deutsche, die sich auf den WOCHENPOST-Bericht über einen ähnlichen Überfall in Calpe telefonisch bei costa-info.de meldete, in Dénia und ist "jetzt sehr verunsichert". Sie verstehe nicht, warum dieses Duo, das doch Zeitungsberichten offenbar schon mehrmals verhaftet worden sei, immer wieder schnell auf freien Fuss komme.




















Der Bürgerhaushalt der Stadt Dénia für das Jahr 2021 ist mit 15 der eingereichten Projekte in die Abstimmungsphase eingetreten. Alle Dénianer ab 18 können bis zum 9. August 2020 abstimmen, für welche Massnahmen die 300.000 Euro der "presupuestos participativos de 2021" verwendet werden, darunter die Erneuerung der Strabndpromenade Marineta Cassiana, Beleuchtung für verschiedene gefährliche Punkte im Raum Montgó, neue LED-Strassenlampen in den Calles Nuevo, Sant Antoni und Desamparats und auf der Landstrasse CV-725 sowie in den Strassen Patricio Ferrándiz und Sagunto, neuer Bürgersteig für die Calle Rap in Las Marinas, Hort, Alberto Sentí, Escullera, Dr. Fleming oder Plaza Jorge Juan, Asphaltierung des Camino del Saladar, Hundepark für Las Marinas, Überdachung der Busstation Alberca in Las Marinas, unterirdische Müllcontainer in der Altstadtstrasse Magallanes.

Zwei Männer, die Mitte Juli in Dénia und Gandia zwei Pkw gestohlen hatten, sind in der zweiten Monatshälfte im südspanischen Granada verhaftet worden, nachdem sie mit dem Fahrzeug aus Dénia dort in eine Kontrolle gekommen waren. Sie hatten zudem 2.400 Euro aus Bankkarten aus den gestohlenen Wagen abgehoben. Das Duo war bereits am 9. Juli in Gandía verhaftet, nachdem sie zwei Tage vorher einen anderen Wagen in Madrid gestohlen hatten.

Die beiden grössten Eukalyptus-Bäume am mehr als zehn Kilometer langen Strand von Las Marinas von Dénia mussten Anfang Juli 2020 "der besseren Meersicht von vier Zweitwohnungsbesitzern für acht Wochen im Jahr" in einem gerade fertig gestellten Appartment-Block in erster Strandlinie weichen. Die Nachbarn versicherten der spanischen Presse, dass das Duo dem Landes-Katalog "monumentaler Bäume" angehört habe, die Stadt Dénia trotzdem die Genehmigung zum Fällen erteilt habe.

Die Nationalpolizei von Dénia hat in einem Hotel der Kreisstadt einen 68-jährigen Deutschen verhaftet, der in seiner Heimat wegen Fahrens ohne Führerschein zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden war und der sich nach Spanien abgesetzt hatte. Ebenfalls auf Grund eines internationalen Haftbefehls wurde jetzt in Benidorm ein 55-jähriger Rumäne festgenommen, der seit sechs Jahren in seinem eigenen Land gesucht wurde. Ihm wird die Hinterziehung von 200.000 Euro zur Last gelegt.

Seit dem heutigen Freitag, 17. Juli 2020, ist der Freitags-Flohmarkt auf dem Torrecremada-Platz beim Gerichtsgebäude wieder geöffnet. Er weist die üblichen Sicherheitsbestimmungen wie 1,5 Meter Abstand zwischen den Ständen, Zu- und Abgang, Desinfektion, Abstand zwischen Besuchern, Mundschutz, Auflösung des Verkaufs am Boden etc.

Die Hälfte der während des dreimonatigen Ausnahmezustandes in Dénia verhafteten Personen hatten sich häusliche Gewalt zuschulden kommen lassen. Insgesamt erstattete die Ortspolizei 1.350 Anzeigen wegen Verletzung der Ausgangssperre und die Dénianer Nationalpolizei fast 900. 7.000 Personen wurden kontrolliert sowie 22.000 Fahrzeuge. In den ersten zwei Wochen nach Ende des Ausnahmezustandes zeigte die Polizei knapp 20 Bürger an, die keinen Mundschutz dabei hatten.

Der Tierschutz-Verein APAD hat vom Rathaus die Konzession für die Aufnahme ausgesetzter Tiere in Dénia erhalten. Die Stadt spricht von der Vorgabe, keine Tiere zu töten und davon, dass sie nicht mehr nur ein Hundeheim anbieten werde, sondern ein "Zentrum für die umfassende Betreuung der Tiere". Um die Konzessionsvergabe hatte es ein mehrfaches Hin und Her gegeben, weil die administrativen Hürden zunächst besser auf eine Firma von auswärts als auf den seit vielen Jahren in Dénia tätigen Verein APAD zugeschnitten waren.

Auf einem Grundstück mit Gebüsch und Unterholz hinter dem McDonalds am Ortseingang von Dénia brach Anfang Juli mittags ein Feuer aus, um das es zunächst Sorgen wegen der nahe gelegenen Tankstellen gab. Aber die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle.

Acht Absagen erhielt laut der spanischen Internet-Zeitung "Marina Plaza" am letzten Juni-Sonntag eine Familie aus Valencia bei acht versuchten Tisch-Reservierung in Restaurants von Dénia-Marinas, -Estanyó, -Rotes und Baix La Mar. Dabei spielte natürlich die Einhaltung der Belegungsquoten eine grosse Rolle. Mittlerweile hat das Land Valencia beim spanischen Gesundheitsministerium die Verringerung des Mindestabstandes von 2 auf 1,5 Meter und eine Ausdehnung der Belegung auf 75 % im Inneren von Lokalen beantragt.





















An der Zufahrt zum Privathafen Marina de Dénia am südlichen Ende des Hafenkomplexes der Kreisstadt haben die Rotarier eine Statue des Jáveaner Künstlers Antonio Marí aufgestellt: Ein drei mal zweieinhalb Meter grosser Eisen-Fisch soll auf die Notwendigkeit des Umweltschutzes hinweisen.

Das Rathaus von Dénia stellt über WhatsApp kostenlose Informationen über den Zustand der Strände (Flaggen, Quallen etc.) inklusive Covid-19-Protokoll mit Belegung der einzelnen Abschnitte zur Verfügung. Anmeldung unter: Tel. 689 657 638 und Absenden des Wortes "Alta".

Auf der Basis der Corona-Distanzvorgaben hat die Stadt Dénia die Maximal-Belegung an den Stränden festgelegt. Demnach entfallen auf die elf Buchten von Les Rotes insgesammt 400 Plätze, darunter 80 in Trampolí, je 60 in Gosset und bei den Appartements Bremer, je 50 in Punta Negra, Palmera und Gosset sowie 40 in Mena.

Die Stadt Dénia verbietet in der Sonnwend-Nacht vom 23. auf den 24. Juni den Zugang zu den Stränden von 21 bis 7 Uhr. Schon ein Abklatsch der normalen Feiern der Nit de San Joan würde zu kaum kontrollierbaren Menschenansammlungen führen. Die Polizei wird das Verbot durchsetzen.

Innerhalb von zwei Wochen wurden Ende Mai bis Anfang Juni in den Gewässern des Meeres-Naturschutzgebietes Cap de Sant Antoni 30 Finn-Wale gesehen. Sie kommen vom Ligurischen Meer, um vor unserer Küste links abzubiegen Richtung Süden, in diesem Jahr näher an Land als bisher. Die Hälfte der gut ein Dutzend Walsichtungen fanden von Booten aus statt, zwei von Paddle-Surfbrettern und der Rest von Land aus.

Ging in Dénia auch die 1. Öffnungsphase Ende Mai immer noch mit bis zu 700 Fahrzeugkontrollen an einem Tag zuende, bei der Ortspolizisten in Las Marinas auch mehrere -immer noch verfrühte- Touristen aus anderen spanischen Bundesländern abfing und bestrafte, wird über den Sommer die Kontrollfunktion von Polizei und Zivilschutz an den 20 Kilometer Stränden von Dénia eine wichtige Rolle spielen. Im Juni wird der Übergang mit der neuen innerprovinzlichen Freiheit und mit der Gewöhnung an eigeteilte Strandzonen (Spazieren am Wasser, Sport, Sonnenbaden mit Abständen) zu verwalten sein. Wo es zu eng wird, muss Überzeugungsarbeit geleistet oder bei Unbelehrbarkeit sogar angezeigt werden. Ab Ende Juni steht zusätzliches Personal zur Verfügung, vor allem in Las Rotas und Marineta Cassiana, um Überfüllungen zu vermeiden. Vor allem am Anfang der Strandfreigabe soll ein grosses personelles "Beratungsangebot" die begeisterten ersten Strandbesucher davon abhalten, durch Nichtbefolgung der Distanz-Regeln die Öffnungsfortschritte für alle zu gefährden.

Die Policía Nacional hat bei einer Kontrolle in Dénia einen 34-jährigen polnischen Drogenhändler verhaftet, gegen den ein europäischer Haftbefehl vorlag. Er war in seiner Heimat zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden und vor Antritt der Strafe geflohen.


In der Seniorenresidenz Santa Llúcia von Dénia sind nach zweieinhalb Monaten die Besuche bei Anwohnern wieder erlaubt, maximal drei pro Tag, und maximal je zwei Personen, täglich zwischen 10 und 13 Uhr. Sicherheitsprotokolle sind zu erfüllen, und die Begegnungen finden nach Möglichkeit im Garten statt.

Die Dénianer Fährfirma Baleària hat die Verbindungen mit den Balearen wieder aufgenommen. Als erstes startete eine der grossen Schnell-Fähren mit einer Kapazität von 800 Passagieren, damit die Einhaltung der Abstände zwischen den Fahrgästen leichter einzuhalten war.





















Das Kulturprogramm der Stadt Dénia startet die 2. Lockerungsphase mit der ersten Nicht-Online-Veranstaltung, nämlich mit dem Kino-Forum, das auf die Montage (22 Uhr) im Autokino in Las Marinas verlegt wurde, für den alten Preis von 3 Euro. Am 1. Juni wird zum Auftakt der Oscar-prämiierte koreanische Film "Parásitos" gereicht.

In klar abgetrennte Zonen für die drei Aktivitäten an den Stränden werden diese von der Stadt Dénia unterteilt, in Bereiche für Spazieren am Wasser, für Sonnenbaden und für Spiel und Sport. Bürgermeister Vicent Grimalt (PSOE) setzt dabei auf das Verantwortungsbewusstsein der Besucher und sieht die anderswo angekündigten Formel von individuell zugeteilten Strandquadranten für jeden Besucher mit Skepsis. Aber die genauen Kriterien für die Strandverwaltung im Sommer sollen noch durch das Instituto de Calidad Turística Española (ICTE) festgelegt werden.
Unterstützt werden die Forderungen, dass die Besitzer aus Zweitwohnungen aus Valencia nach Dénia kommen dürfen und dass die Restaurants in ihren Innenräumen in der zweiten Phase eine grössere Kundenzahl bedienen können als bisher vorgesehen, durch die Generalitat Valenciana.

Trotz der Debatten um Phase 2 für die Marina Alta, die aufgeschoben wurde, weil die ersten Lockerungen eine Steigerung der Corona-Fälle gebracht hat, ist die Zeit der Polizeikontrollen und Anzeigen wegen Verletzungen der Ausgangsbeschränkungen auch in Dénia längst nicht vorbei. Anderthalb Dutzend Anzeigen wurden an einem einzigen Tag geschrieben, Donnerstag, 21. Mai 2020. Drei Besitzer von Zweitwohnungen in Dénia waren während des Alarmzustandes angereist und wurden jetzt erwischt und angezeigt. Ebenso mehrere Gruppen von Jugendlichen, aber auch von älteren Menschen, die ohne ausreichende Distanz und Masken auf Bänken zusammen abhingen, zum Beispiel am Strand Marineta Cassiana oder auf der Plaza Arxiduc Carles. Ein Mann wurde nach 23 Uhr innerhalb einer Stunde zwei Mal erwischt, beim zweiten Mal gar beim Urinieren im öffentlichen Raum. Auch für die Nichtbeachtung der zugeteilten Uhrzeiten für Sport und Spazieren gab es Anzeigen.

Die Stadt Dénia hat die Bezahlung der Wasser-Rechnungen zwischen Mai und August für alle Gastbetriebe aufgeschoben. Bis zu 420 Hotels, Restaurants, Bars, Campingplätze oder weitere Hostelerie-Betriebe aus Dénia können diesen Antrag im Rathaus stellen, bis zum 24. Mai unter: aqualiadenia@fcc.es mit dem Stichwort: “Aplazamiento hostelería”.

Während der Corona-Quarantäne haben die Möwen von dem Castillo von Dénia Besitz ergriffen, weil es dort mehr als zwei Monaten keine Besucher gegeben hat. Jetzt versucht das Ayuntamiento, dieser Tiere Herr zu werden. Mit dem Einsammeln der Eier ist es nicht getan, zudem gestaltet dies sich ziemlich schwierig, weil die Möwen sich den "Eindringlingen" gegenüber sehr aggressiv verhalten, so das Rathaus. So habe man sich auch darauf verlegt, erwachsene Möwen einzufangen, ohne dass spezifiziert wird, was anschliessend mit ihnen geschieht.
Aggressive Möwen waren schon vor der Corona-Zeit ein Problem auf dem Castillo, aber jetzt hat es sich aufgrund ihrer verstärkten Ausbreitung dort erheblich verstärkt, so dass sich die Stadt Dénia zum Eingreifen genötigt sei. Trotzdem wird es noch eine Weile dauern, bis die mit der Deeskalationsphase 1 vereinbare Öffnung der Burg von Dénia und ihrer Museen in Angriff genommen wird.

In die nationalen Nachrichten schaffte es das Autokino in Dénia-Las Marinas Mitte Mai: Als erstes seiner Art in Spanien eröffnete das Drive-In der Kreishauptstadt der Marina Alta die Freiluft-Kinosaison, mit auf ein Drittel reduzierten Plätzen und auf 5 Euro gesenkten Preisen. Dafür gab es zum Auftakt eine Doppelsitzung mit den Minions und Jurassic Parc, zuvor ausgewählt von den Kinofreunden.

Die Vereinigung der Bauunternehmen und Firmen dieses Geschäftszweiges in Dénia (ACEAD) haben dem Roten Kreuz 3.000 Euro zur Unterstützung der Bedürftigsten in der Corona-Krise gespendet.

Mit 40 Ständen hat am 8. Mai 2020 der Freitags-Obst-und-Gemüsemarkt von Dénia an seinem neuen Standort Calle La Vía eröffnet, zwischen den Strassen Diana und Cándida Carbonell. Die Calle Magallanes wäre zu eng gewesen für die neuen Anforderungen mit 6 Metern Abstand zwischen den Standreihen und 2,5 Metern zwischen den Ständen, so dass zwei Verkäufer an deren Enden jeweils einen Kunden bedienen können. Diese dürfen Stand und Ware nicht berühren.
Eingang zum "Einbahn"-Markt, inklusive Zählung/Kontrolle/Desinfektionsgel-Ausgabe ist beim Spielzeugmuseum, Ausgang an der Calle Diana, dazu kommen zwei ausgezeichnete Notausgänge.

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